Ein guter Start in den Tag

Ein Sprung Rehe genießt die morgendliche Sonne. Von weitem waren sie als Rehe zunächst gar nicht auszumachen, zum Glück hatte ich heute früh dank des trockenen und sonnigen Wetters die Kamera samt Tele dabei und konnte nachschauen, welche Tiere sich hinter den Flecken auf dem Feld verbergen.

Perfektes Wetter

Zumindest für die Pilze im Allgemeinen und die Goldgelben Zitterlinge (Tremella mesenterica) im Besonderen. Diese gelben Tupfer links und rechts sind ein sonniger Begleiter in diesen Tagen.

Sie fallen aktuell oft den Stürmen zum Opfer und liegen dann zu meinen Füßen auf und neben den Wegen.

Der Fruchtkörper des goldgelben Zitterlings wächst und schrumpft je nach Wetter. So wie jetzt, bei starker und anhaltender Feuchtigkeit wächst er, wird es trocken schrumpft er zusammen und wird wieder unscheinbar. Wird es wieder feuchter, wächst er erneut und fällt auch wieder ins Auge.

Viel los im Moos

Kleine Racker beim Spielen! Das kam mir in den Sinn, als ich diese kleinen Insekten auf dem Display der Kamera gesehen habe. Dabei wollte ich doch nur das schöne Moos im Sonnenschein aufnehmen.

Ich konnte noch nicht herausfinden, um was es sich handelt. Vielleicht hat ja jemand eine Ahnung? Auf jeden Fall sieht das kleine Wesen in der Mitte schon sehr heiß aus. Zu den Größenverhältnissen: Das ganze Moosbüschel hat vielleicht so 5-6 cm im Durchmesser. Die kleinen Flitzer waren mit dem bloßen Auge noch zu erkennen, wenn man ganz nah ranging, aber ihre Körperform war schon nicht mehr zu erkennen, das ging nur durch das Makro. Sie sind also auch nur ein paar Millimeter groß.

Striegeliger Schichtpilz

Seine Farbenpracht hat mich auf ihn aufmerksam gemacht. Ein kräftiges Gelb in unterschiedlichen Nuancen auf dem immer noch eher herbstlichen Waldboden.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich um einen striegeligen Schichtpilz (Stereum hirsutum) handelt, der in „ausgeklapptem“ Zustand Trameten ähnelt. Nach den Kammpilzen, nun also die Schichtpilze. Nachdem ich mir einige Fotos im Netz angeschaut habe, war ich mir außerdem sicher, dass ich ihn bereits häufig aufgenommen hatte. Ein paar Beispiele konnte ich auf die schnelle noch finden. Ich würde aktuell vermuten, dass es sich bei allen abgebildeten Pilzen um den striegeligen Schichtpilz handelt. Aber Fehlbestimmungen sind nicht ausgeschlossen.

Ein Natur Stillleben

Kamm, was?

Eine neue Entdeckung: Kammpilze. Hier zwei Exemplare, die mich, zumindest nach Blick durch das Makro ziemlich beeindruckten.

Der obere Pilz war vielleicht so 2-3 cm lang. Ich denke, dass es sich um orangerote Kammpilze (Phlebia radiata) handelt. Diese Kammpilze beginnen offenbar als kleine Flecken mit ausgeprägten orangen Ecken (das passt sehr gut) und wachsen dann mit anderen Fruchtkörpern ihrer Art zusammen, so dass sie dann immer großflächiger werden.

Ein normaler Blick auf diesen Pilz lässt ihn wirklich nicht interessant erscheinen. Schaut man aber im Detail hin, dann wird’s spannend. Das Interessante an diesem Pilz ist das Hymenophor. Das Hymenophor ist ein Teil des Fruchtkörpers, der unterschiedlichste Formen haben kann, hier ist es das wurmartige Gewusel. Das ist zumindest die Bezeichnung, die mir bei näherer Betrachtung als erstes durch den Kopf ging.

Das letzte Bild zeigt wohl ein älteres Exemplar. Als nächstes bin ich an Schichtpilze dran und an den wirklich kleinen Pilzen. Es wird nicht langweilig mit den Pilzen.

Sturmfolgen

Der tagelange Sturm Sabine brachte Unmengen Wasser mit sich. Die Gegend um die Bahntrasse verwandelte sich zunehmend in ein Feuchtbiotop.

Auf keinem dieser Bilder sollte Wasser zu sehen sein. Der Fußgängerweg neben der Landstraße unten links wird jedes Jahr überspült, dass aber auch die Felder rechts von der Straße einem großen See gleichen und das Wasser an einigen Stellen von dort über die Straße läuft, habe ich noch nie erlebt.

Die Felder rechts oben neigen in den letzten Jahren zwar ab und an zu kleinen Wasseransammlungen am Rand, aber die jetzigen Ausmaße sind beträchtlich.

Heute schien zur Abwechslung mal wieder ein wenig die Sonne, aber der nächste Sturm hat auch die nächste Regenphase schon im Gepäck.