Rehbegegnung am Abend

Gestern Abend hatte ich wieder eine sehr nahe Rehbegegnung. Das sind jedes Mal wahre Genussmomente!

Kleine Schönheiten

Auf der Mauer auf der Lauer … Ich denke, dass wenige Menschen wissen, wie schön einige dieser Wanzen tatsächlich sind. Sie haben mich seit dem Frühjahr in ihren Bann gezogen und so mache ich mich ab und an auf die Suche nach diesen unterschätzten Geschöpfen. Es bedarf einiger Geduld, um sie überhaupt ausfindig zu machen, auch da viele dieser Wanzen nur wenige Millimeter groß sind.

Über die rote Weichwanze (Deraeocoris ruber) war ich schon in Larvenform gestolpert, ahnte das aber lange Zeit nicht. Auf der Suche nach Marienkäferlarven war ich im Frühjahr über ein sehr kleines, obskures Tierchen gestolpert und es bedurfte auch hier Geduld und eines glücklichen Zufalls, um herauszufinden, dass es eine Wanzenlarve ist.  Ein verrücktes kleines Teil.

Feine Naturkunst

Ich bin mal wieder ein kleines bisschen verliebt in eine unscheinbare Pflanze. Besser gesagt in ihre Samenstände, die pure Naturkunst sind. Für dieses Glück musste ich im verwilderten Garten nur in etwas 30 cm Höhe genau hinschauen. Objekt meiner Begierde war in den letzten Tagen das Kleinblütige Weidenröschen (Epilobium parviflorum).

Das Kleinblütige Weidenröschen ist eine sehr schmale, bis zu 80 cm hohe, recht unscheinbare Pflanze, die oft als Unkraut beim Austrieb herausgerissen wird. Deshalb habe wohl auch ich das Weidenröschen bisher nicht in Blüte gesehen. So einiges ist dieses Jahr lehrreich, wo der Garten mal nicht regelmäßig und ausreichend gepflegt wurde. Glücklicherweise ist dies nicht die einzige Pflanze, die mich mit ihren Samen in diesem Jahr überrascht. Davon bald mehr an dieser Stelle. Das Kleinblütige Weidenröschen gilt übrigens bei manch einem als Heilmittel für Prostata und Blasenleiden und ist deshalb als Tee und homöopathische Kapsel zu erhalten.

Blutzikade im Abendlicht

Blutzikaden habe ich bisher fast immer abends entdeckt. Ein Blick links oder rechts des Weges und mein Auge bleibt an einem roten Punkt im Gras hängen. Bei näherer Betrachtung zeigt sich dann manchmal eine Gemeine Blutzikade (Cercopis vulnerata).

Der Name Blutzikade rührt übrigens nur von ihrer Farbe her, die Feinden vortäuschen soll, sie sei giftig, hat aber keinen blutrünstigen Hintergrund. Blutzikaden können weit springen. Weit interessanter finde ich aber, dass sie bei Gefahr stinkende Flüssigkeit aus ihren Fußspitzen absondern können. Einen informativen Beitrag über dieses Insekt des Jahres 2009 gibt es mal wieder beim NABU.

Sehr interessant fand ich auch, dass sich die Schaumnester ihrer Larven unter der Erde befinden. Funde von Schaumnestern, die ich in der Nähe der Fundorte der adulten Tiere machte, können also nicht deren Larven enthalten haben. Die entsprechenden Fotos müssen deshalb an anderer Stelle neue Verwendung finden.