Kleine Pilzwelten

Diese wunderbare Pilzvielfalt! Mir haben es ja seit letztem Jahr die kleinen Exemplare angetan. Ob nun orange, gelb oder mit Hut, wie auf den folgenden Bildern. 

Eine genaue Zuordnung empfinde ich noch als schwierig. Bei den Exemplaren auf dem ersten Bild tendiere ich zu Zwergschwindlingen, genauer Astzwergschwindlinge (Marasmiellus ramealis). Diese Exemplare, bzw. genau dieses Ästchen, welches an einem Stubben lehnte, entdeckte ich auf einem Hundespaziergang durch den Wald. Einige Tage später ging ich mit Kamera und Sitzkissen wieder los und suchte die Stelle. 

Ich fand nicht nur die Stelle, nachdem ich zur Ruhe gekommen war und sich die Vielfalt des Waldbodens besser abzeichnete, fand ich auf Waldboden, Ästchen und Zapfen auch noch jede Menge anderer kleiner Pilzlandschaften. Möglicherweise handelt es sich bei diesen Exemplaren um Braunknollige (Collybia tuberosa) oder Gelbknollige Sklerotienrüblinge (Collybia cookei) also Zwergrüblinge.

Eines kann ich mit Gewissheit sagen: Zwerge sind es auf jeden Fall! Demnächst heißt es wieder, Sitzkissen und Stativ eingepackt und auf den Waldboden zum Waldbaden.

Nachmittags auf dem Balkon

Ab heute frühen Nachmittag fiel mir auf, dass immer mehr Flugobjekte am Insektennetz vor der Balkontür saßen, bzw. krabbelten. Bei genauerem Hinsehen stellte sich heraus, dass sehr viele Marienkäfer auf dem Balkon unterwegs waren. Wirklich viele! Auch die ein oder andere Wanze hat sich dazwischengemischt, aber die sehe ich irgendwo am Haus eigentlich immer in letzter Zeit. Zur Erinnerung an diese Marienkäferhäufung hier ein paar Einzelportraits von heute:

Die Hörnlinge

Was letztes Jahr für mich die Geweihförmige Holzkeule war, scheinen dieses Jahr die Hörnlinge (Calocera) zu werden. Überall schießen sie aus dem Waldboden und dem Totholz hervor.  Und, was natürlich viel entscheidender ist, ich entdecke sie überall. 

Sind sie nicht schön? Diese kleinen Schönheiten sind in ihrem sichtbaren Anfangsstadium nur so um die 2 cm groß. Zum Glück hilft ihre zumeist kräftige orange Farbe, sie auf dem Waldboden oder am Wegesrand auf Stubben zu entdecken. Wie man sieht, ich kann mich gar nicht sattsehen an ihnen. 

Neben dem Klebrigen Hörnling (Calocera viscosa) und dem Gegabelten Hörnling (Calocera furcata), welche ich im Einzelfall (noch) nicht gut unterscheiden kann, gibt es noch den kleinen Laubholzhörnling (Calocera cornea). Ganz feine Fäden wachsen da aus totem Holz:

herbst haiku