Im Profil erwischt

Im Seitenstreifen der Bahntrasse gibt es zur Zeit erstaunlich viele kleine Eichelbohrer (Curculio glandium) zu entdecken. Zwar gibt es dort viele Eichen, dennoch konnte ich in den beiden letzten Jahren nicht so einfach so viele von ihnen ausmachen.

Eichelbohrer werden 4-8 mm groß, diesen schätze ich auf 5-6 mm. Die Weibchen legen im Sommer 1-2 Eier in eine unreife Eichel, nachdem sie mit ihrem langen Rüssel ein Loch hineingebohrt haben. Die Larven ernähren sich vom Inhalt der Eichel, fallen mit dieser im Herbst zu Boden und bohren sich nach außen. Anschließend überwintern sie im Boden.

Fossiler Fund

Dieses Insekt aus meiner Rubrik „Flugobjekte unklar“ (so heißt die Datei), aufgenommen vor zwei Jahr, sieht trotz Unschärfe erkennbar spooky aus. Gestern Abend scrollte ich mal wieder durch einige Seiten auf insektenbox.de und wurde mit einem der eher seltenen Aha-Erlebnisse belohnt. Es ist eine Staublaus (Psocoptera)!

Genauer könnte es sich um die Staublaus Ectopsocus briggsi handeln, 1,5-2mm groß, was die Unschärfe erklären würde. Es gibt übrigens eindeutige fossile Belege, dass es Staubläuse bereits im Jura gab, also vor 201-145 Mio Jahren!!