herbst haiku

Entschleunigung

Abwartend am Waldboden zu sitzen, erweitert den Blick für ansonsten Ungesehenes.

Striegeliger Schichtpilz

Seine Farbenpracht hat mich auf ihn aufmerksam gemacht. Ein kräftiges Gelb in unterschiedlichen Nuancen auf dem immer noch eher herbstlichen Waldboden.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich um einen striegeligen Schichtpilz (Stereum hirsutum) handelt, der in „ausgeklapptem“ Zustand Trameten ähnelt. Nach den Kammpilzen, nun also die Schichtpilze. Nachdem ich mir einige Fotos im Netz angeschaut habe, war ich mir außerdem sicher, dass ich ihn bereits häufig aufgenommen hatte. Ein paar Beispiele konnte ich auf die schnelle noch finden. Ich würde aktuell vermuten, dass es sich bei allen abgebildeten Pilzen um den striegeligen Schichtpilz handelt. Aber Fehlbestimmungen sind nicht ausgeschlossen.

Hexeneier

Hexeneier-Fund am Kupfermühlenteich! Es handelt sich um Jugendliche der gemeinen Stinkmorchel.

Wieder eine Premiere für mich. Ja, so sehen die Stinkmorcheln tatsächlich in ihrem Jugendstadium aus. Diese kleinen weißen Kugeln, sie waren ca. 1,5-2,5 cm groß,  entdeckte ich dort unten auf dem Waldboden nur, da ich mir den danebenliegenden Stamm Totholz genauer angesehen habe. So ist das manchmal mit den Zufallsfunden. Der Fund passt zeitlich recht gut, denn die gemeine Stinkmorchel (Phallus impudicus) wurde von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zum Pilz des Jahres 2020 gekürt.