Distelbegehung

Bei diesem auf einer Distel abwärts laufenden Gesellen dürfte es sich um einen Kleinen Distel-Stängelrüssler (Lixus filiformis) handeln, den ich in Gesellschaft mit einer kleinen Fliege antraf, vermutlich einer Bohrfliege. Sein Name verrät zum einen, dass er zur Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae) gehört, zum andern seine bevorzugte Wirtspflanze. Ich fand ihn recht besonders und es ist der erste seiner Art, der mir hier untergekommen ist. Dazu passt, dass der 4-9 mm kleine Rüssler recht selten sein soll. Umso mehr freue ich mich, ihn entdeckt zu haben.

Hallo!

Da haben wir uns tief in die Augen geschaut, der kleine Eichelbohrer (Curculio glandium) und ich.

Rüsselkäfer at home

Gleich zweimal hatten wir in den letzten Wochen Besuch von Rüsselkäfern. Das eine Mal saß beim Zurückkommen auf den Balkon plötzlich ein Haselnussbohrer (Curculio nucum) auf dem 70er Jahre Campingsofa und war zum Glück aufgrund seiner „Größe“, die immerhin 6-8 mm beträgt, ganz gut zu erkennen. Er wurde dann erstmal in das kleine Pflaumenbäumchen gesetzt und fotografiert.

Das andere Mal beherbergte offenbar ein neu gekaufter Balkonkübel einen winzig kleinen Mitbewohner. Dieser Rüsselkäfer, vermutlich ein von mir aktuell nicht näher bestimmbarer Spitzmausrüssler (Apionidae), war so klein, dass ich ihn nicht gesehen hätte. Er verdankt sein Weiterleben dem ihm folgenden Blick des Katers. Ich schätze ihn auf 2 bis 2,5 mm.

wilde minis – mit rüssel

Mein erster Rüsselkäfer! Diesen sehr kleinen Rüsselkäfer (Curculionidae) habe ich beim Waldbaden am Kupfermülenteich entdeckt. Naja, besser gesagt, lag ich am Waldboden und versuchte den Totholzstamm, der sich zu einem meiner Lieblingsplätze in diesem Jahr zu entwickeln scheint, auf mich wirken zu lassen.

Er war so ca. 3-4 mm klein. Es gibt tatsächlich so viele Rüsselkäfer, es soll alleine in Deutschland mehr als 800 (!) Arten geben, dass ich erstmal auf eine genauere Einschränkung verzichte. Weltweit soll es übrigens bis zu 60.000 Arten Rüsselkäfer geben. Das Blatt und der Käfer sehen nur aufgrund des unterschiedlichen Sonnenlichteinfalls so verschiedenfarbig aus.

Nachtrag am 21.03.20: Es handelt sich um den Kohlschotenrüssler (Ceutorhynchus assimilis). Wie so oft stolpere ich zufällig über diesen Käfer, als ich zum Käferbefall am Raps recherchiere. Dieser „Rapsschädling“ überwintert tatsächlich in den angrenzenden Waldrändern.