Abends im Gewächshaus

Es gibt diese Momente, da kommt man genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort vorbei. Gestern Abend, die Sonne geht gerade unter, noch ein paar mehr Schritte, mit der Kamera etwas in die Hocke und da war sie, diese Perspektive: Das Gewächshaus illuminiert von der hinter ihr untergehenden, glutroten Sonne.

Dieser Ort bietet abends oftmals ein schönes Panorama. Ein Haus in Alleinlage mit großem Garten, mehreren Bauwagen und diesem Gewächshaus, welches im letzten Jahr durch einen Sturm zunächst schief und dann mit einem Spanngurt wieder in Form gebracht wurde. Es gibt immer etwas Neues zu beobachten, da noch vieles im Werden ist.

Schnee, der auf Sumach fällt

Beim Wachwerden höre ich das Geräusch von Regen, der in die Wassertonne läuft, aber ich höre keine Regengeräusche. Das Wohnzimmer offenbart dann einen Blick auf einen schneebedeckten Balkon und schneebedeckte Hausdächer. Wer hätte das noch ernsthaft erwartet. Es war angekündigt, aber so richtig vorstellen konnte ich es mir jetzt nicht mehr.

Der leichte Schnee sammelt sich auf den Blüten des Essigbaums (Rhus typhina).  Die Gattung Rhus gehört zur Familie der Sumachgewächse und dann zur Ordnung der Seifenbaumartigen. Nur mal so, und damit sich der Titel erschließt.

green bubbles

Einen Beitrag zur Farbe Grün hatte ich schon in der Umsetzung, da stieß ich in einem Graben im Wald auf diese green bubbles und es war um mich geschehen.

Wieder einmal verdanke ich einen fotografischen Fund meiner Hündin, die ganz eigene Interessen gerade olfaktorischer Natur hat, welche sie an Plätzen stehenbleiben lassen, an denen ich dann zunächst eher gelangweilt in ihrer Nähe bleibe. In diesem Fall war sie über diesen Graben gesprungen und hielt sich gefühlte Ewigkeiten mit dem Beschnuppern von Grasbüscheln und Holzresten auf, während ich einen leicht genervten Blick zu meinen Füßen schweifen ließ und diese Blasen im algendurchtränkten Wasser sah. Was für eine satte Farbe und was für schöne green bubbles.

wilde minis – wanze auf weidenkätzchen

Im kleinen, noch recht jungen Birkenwäldchen krabbelte mir die Birkenwanze (Kleidocerys resedae) vor die Linse. Keine Überraschung, sagt ihr? Richtig, aber nur, wenn man weiß, dass es sich um die Birkenwanze handelt. Das war mir erst nach einer kurzen, intensiven Internetrecherche klar. Bei Beunruhigung sollen die Wanzen hörbare Zirplaute von sich geben. Während des Fotografierens stand ich sehr lange sehr nah an dem Tier, konnte aber leider keine Geräusche wahrnehmen. Vielleicht gab es nichts zu hören oder die nahe A1 war trotz geringeren Verkehrsaufkommens noch zu laut.

Das kleine, aufgeforstete Wäldchen mit den vielen jungen Birken zählte bisher noch nicht zu meinen Stammplätzen. Ab und an war ich dort das kleine Stück reingegangen, aber der Weg wurde immer schlechter und dort ganz in der Nähe füttert der Förster auch die Wildschweine an. Ich war zu fotografischen Experimenten dorthin gefahren und fand dort eine unglaublich friedvolle Atmosphäre vor. Es ist dort licht und hell, die zarten Birken säumen den Weg hin zu einer kleinen Lichtung mit einem Hochsitz. Ich werde dort jetzt wohl öfter anzutreffen sein.

Im Auge des Sonnenuntergangs

Mit dem neuen Tele direkt ins Auge des heutigen Sonnenuntergangs gezoomt. Hach! Da habe ich zur Zeit mit den Vögeln als Motiv noch kein Glück, aber der Nutzen liegt in so vielen Bereichen. Einer der ersten schönen Sonnenuntergänge in diesem Jahr, vom Balkon aus betrachtet.

plopp

Auf Ausweichwegen

Mich treibt es zunehmend in den Wald. Wo ich bis vor kurzem noch einen ganz anderen Spaziergehrhythmus hatte, fällt zumindest der übliche Morgen-/Mittagsspaziergang weg, da es aktuell zu „belebt“ auf den Wegen ist. Selbst hier bei uns, wo wirklich wenig Menschen wohnen, sieht man jetzt Gesichter und auch Hunde das erste Mal.

Es ist also Vorsicht angesagt und wir fahren ganz untypisch morgens 200 Meter mit dem Auto, um direkt im Wald zu sein und den „belebteren“ Wegen auszuweichen. Es gibt durchaus noch zu viele Menschen, die offenbar denken, es sei allgemein oder für sie nicht so wichtig, Abstand zu halten. Richtig im Wald ist dann Platz genug, es ist ruhig und links und rechts des Weges finden sich kleine Schönheiten.