aufgereiht und umhüllt

Kurz nach einem frostigen Morgen entdeckte ich vor zwei Tagen im Wald diese schönen, mitunter winzigen Tropfen auf Moos, aufgereiht an einem Spinnennetz in einem Stubben und an winzigen Fruchtkörpern von Hemitrichia calyculata oder clavata, einem Myxomycet (Schleimpilz), der sich tief in einer Spalte eines größeren Stück Totholzes versteckte.

Unter Wuschelköpfen

Vor zwei Wochen entdeckte ich einen weiteren fantastischen Schleimpilz im Wald. Im allerletzten Baumstamm den ich mir nach den ganzen Stämmen ohne Fund dann als wirklich Letzten noch anschauen wollte, da hatte er sich versteckt. Es handelt sich um einen Schleimpilz aus der Gattung der Hemitrichia. Da bin ich mir sicher. Um welche der 10 Arten genau, die davon auch in Deutschland vorkommen, das ist schwer zu sagen. Zwischen zwei sehr ähnlichen Arten will ich mich nicht festlegen: Hemitrichia clavata oder calyculata. Auf jeden Fall begeistert mich seine wuschelköpfige Schönheit.

Die Bezeichnung Wuschelköpfiger Haarstäubling passt ganz gut oder? Hier ein etwas größerer Überblick über diese kleine Ansammlung im Totholz:

Für eine bessere Größeneinordnung und auch als Hilfe bei eigener Erkundung nehme ich die Fundsituation im Überblick schnell mit dem alten iPhone auf (zu dem Zeitpunkt habe ich wirklich keine Lust mehr auf Objektivwechsel). Diesmal gibt es ein zoom out, dann weiß man wo die Wuschelköpfe ungefähr sind. Man kann auch erkennen, dass man durchaus beim Vorbeigehen etwas sehen kann, was einen aufmerken lässt. Das finde ich persönlich ja sehr beruhigend.

Da Der Begriff Schleimpilz eigentlich eine Fehlbezeichnung ist, wenn auch bei einigen Exemplaren höchst treffend, werde ich häufiger den Begriff Myxomyceten verwenden. Denn es handelt sich bei den „Schleimpilzen“ ja eben nicht um Pilze, sondern um (zumindest für uns) winzige Lebewesen.