Bock auf Käfer

In den vergangenen Wochen ist mir eine kleine Vielfalt Bockkäfer über den Weg und vor die Kamera gelaufen. Den schwarz-gelben Gemeinen Widderbock (Clytus arietis) entdeckte ich das erste Mal morgens im Garten auf der Suche nach Wanzen. Plötzlich saß er da neben mir auf einem Blatt und ich hielt ihn zunächst für ein Fluginsekt. Laut einem Insektenbuch soll er scheu sein und bei der kleinsten Störung flüchten. Das kann ich, auch nach der Begegnung auf dem Balkon, nicht bestätigen.

Sehr elegant finde ich den Mattschwarzen Scheibenbock (Ropalopus femoratus). Diese strahlenden roten Oberschenkel sind doch wirklich ein Hingucker, oder? 

Nur ein Bild gelang mir vom Gefleckten Blütenbock (Pachytodes cerambyciformis), vom Kleinen Schmalbock (Stenurella melanura) und Rothalsbock (Corymbia rubra) sogar nur jeweils ein mit dem alten iPhone, aber immerhin (Ich bin ja auch eine Sammlerin geworden). Witzigerweise ist der rote Käfer der Kleine Schmalbock und der beige Käfer der Rothalsbock, wobei es sich um ein Männchen handelt, denn die Weibchen haben einen roten Hals (daher wohl auch der Name) und rote Flügeldecken. Wirklich schöne Fühler hat der Scheckhorn-Distelbock (Agapanthia villosoviridescens).

Wegen dieser Fühler, die bei vielen Bockkäfern gebogen und nach hinten getragen werden, mithin an einen Steinbock erinnern (?), sollen sie ihren deutschen Namen tragen. Das finde ich ganz schön weit hergeholt, aber gut. Interessanter liest sich da die Erklärung ihres wissenschaftlichen Namens Cerambycidae. Der rührt aus der griechischen Mythologie und zwar vom Schäfer Cerambos her, der nach einem Streit mit Nymphen in einen Käfer mit Hörnern verwandelt wurde. Ja, zu solch schönen kleinen Anekdoten kommt man, wenn man einfach mal die Käferwelt näher betrachtet.

Fischreiher auf dem Kupfermühlenteich

Da schritt er gemächlich dahin, der Fischreiher (Ardea cinerea). Er ist Stammgast auf dem Kupfermühlenteich und findet wegen der derzeitigen Dürre nur noch wenig Wassertiefe, dafür ganz viel Entengrütze vor. Mit den Fischreihern ist es ein bisschen wie früher mit den Fasanen. Wann immer mir einer direkt vor die Füße lief, hatte ich keine Kamera dabei. Das ging ziemlich lange Zeit so und diese „Pech“strähne wurde erst gebrochen, als beim Ferienhaus in den Niederlanden ein Fasan direkt auf unserer Gartenhecke saß. 

Nach vielen schönen Sichtungen (ohne Bildbeweis) von Fischreihern in den letzten Monaten findet er jetzt endlich hier seinen Platz. Mal schauen, ob der Fasan auch noch seinen Beitrag bekommt.

Rehbegegnung am Abend

Gestern Abend hatte ich wieder eine sehr nahe Rehbegegnung. Das sind jedes Mal wahre Genussmomente!

Und am Abend zwei Rehe

Das Glück der Rehe ist uns in diesem Jahr hold. Wenige Tage vergehen, ohne zumindest in der Ferne ein oder mehrere Rehe zu sehen. Vorgestern Abend hatte sich ein Reh nun gerade den Straßenübergang der Bahntrasse auserkoren, um dort zu äsen. Natürlich hieß es abwarten, damit es nicht auf die Straße lief, sondern in Ruhe links oder rechts aufs Feld laufen würde. Es hatte aber Geduld und ließ sich von uns Zuschauern mit Hund nicht wirklich stören.

Zum Abschluss beäugte es uns durch die Büsche zwischen Radweg und Feld:

Später im kleinen Wäldchen streckte uns dann noch ein anderes Reh die Zunge raus, als wir es entdeckten. Naja zumindest sah es danach aus …

Die Federn des Buteo buteo

Vor ein paar Wochen fand ich an zwei Tagen diese beiden Vogelfedern eines Mäusebussards (Buteo buteo).

Auf die Idee mit dem Mäusebussard kam ich, weil ich Anfang April das Glück hatte, einen zu fotografieren. Eine Recherche auf der wunderbaren Seite featherbase.info bestätigte dann diese Vermutung.