Federfund

Ich traf auf die Reste eines Kampfes oder eines Futterplatzes. Ein paar wenige Federn lagen da, unter anderem diese schöne orange Brustfeder, wohl eines Rotkehlchens.

Ich habe glücklicherweise direkt daran gedacht, sie mitzunehmen und sie einigermaßen heil in einem Taschentuch nach Hause bekommen. Hier noch die Auffundsituation:

Kleiner Turm auf Flechte

Eine Schließmundschnecke, gefunden in unserem kleinen Waldstück. Ich hätte sie fast nicht bemerkt, da mein Augenmerk auf der Flechte lag, die ich eigentlich für den Balkon mitnehmen wollte. Erst in der Hand habe ich dann dieses kleine turmförmige Wesen entdeckt und den Ast ganz vorsichtig wieder zurück gelegt.

Diese Art Schnecken finde ich sonst ausschließlich am Strand auf unseren Fossilienausflügen. Der Name Schließmundschnecke (Clausiliidae) kommt daher, dass sie ihre Gehäusemündung mit einer innen angebrachten Falten- und Klappenstruktur verschließen kann und diese wird als Clausilium bezeichnet.

Lebensgemeinschaft Eichenblatt

Schöner Zufallsfund am heutigen Nachmittag: Ein Gallapfel auf einem Eichenblatt nach dem Regen.

Die rundlichen Galläpfel kommen an der Unterseite von Eichenblättern vor und in ihr befindet sich die Larve der Eichengallwespe. Es handelt sich im übrigen um eine interessante Lebensgemeinschaft, wie ich eben noch vom Nabu lernen durfte. Die Gallen, wie diese Galläpfel, sind Veränderungen von Pflanzenteilen. Die Insekten zwingen in diesem Fall die Eiche dazu, diese „bauliche“ Veränderung vorzunehmen, d.h. die Eiche baut für die Wespe den Gallapfel, worin dann die Larve heranwächst. Das ist doch wieder mal der Wahnsinn!

Das habe ich heute das erste Mal bewusst gesehen, hätte es so oder so fotografiert, da es so ästhetisch aussah, aber nur dank meiner Begleitung wusste ich, dass es sich lohnt, nach Gall-irgendwas zu suchen 🙂 Danke dafür!

balkon minis – das große lauschen

Zwei Wanzen besuchten uns in den letzten 2 Wochen auf dem Balkon. Die erste, eine grüne Stinkwanze, hing außen an der Balkonumrandung und verdankt ihre Entdeckung nur der Rettung einer Spinne.

Die zweite Wanze, wohl eine marmorierte Baumwanze, steckte zwischen Balkontür und Fliegengittertür fest, wollte auch zunächst so gar nicht in die Freiheit und machte eine längere Verschnaufpause an der Holzverkleidung der Fliegengittertür. Also musste zu ihrem Schutz ein Hocker zwischen Tür und Fenster geklemmt werden und dann hatte ich genug Zeit, mit der Kamera auf Tuchfühlung zu gehen. So ein cooles Foto hatte ich bisher noch von keiner Wanze bekommen.

Übrigens wieder so ein Bild, wo ich einen kleinen Schreck beim Blick durch die Kamera bekam. Man stelle sich das Tier in der gezeigten Größe vor 🙂 In hochauflösend ist das Bild der Wahnsinn. Die Wanze sieht aus wie ein Fossil aus früherer Zeit.

Und tatsächlich belegen Bernsteinfunde aus der Kreidezeit (!) das Vorhandensein von Wanzen. Irre!

Garten-Trilogie – #3 Das große Posieren

Es regnet, stürmt und wird früh dunkel. Der ideale Zeitpunkt, um die Gartentrilogie zu vollenden. Das große Fliegen, Krabbeln und Sonnenbaden, welches während des Gartenshootings stattfand, soll natürlich auch noch gezeigt werden.

Eben war ich bei der Nachbarin im Garten und ich konnte gerade noch die Dahlienknollen bewundern, die sie ausgegraben und für die Einlagerung fertig gemacht hatte. Lagen da in Reih und Glied auf dem Boden mit farblichen Bändern versehen. Ich glaube, diese Aktion werde ich im kommenden Jahr mal verewigen. Spannend bleibt die Frage, ob die Mäuse die Bänder während der Überwinterung fressen werden. Offenbar hatten Mäuse zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal angebrachte Schilder aufgefressen. Und das trotz dreier Katzen im Haus.

garten minis – lasius flavus at work

Gelbe Wiesenameise bei der Arbeit. Man waren die schnell unterwegs! Hier scheinen sie sich um die Eier der Läuse zu kümmern, von denen sie sich ernähren, wenn ich das richtig verstanden habe. Und auf dem nächsten Bild scheint mir auch eine Laus zu schlüpfen. Also wieder eine spannende Naturzeit erlebt – am Rechner. Im Garten selber habe ich ja kaum was erkannt.

Die Außenfahne des garrulus glandarius

Schöne Feder eines Eichelhähers. Die Außenfahne der Feder ist blau-schwarz gebändert und lässt sie sofort ins Auge fallen. Eine kleine Schönheit, die da vor mir am Boden lag.

 

Sein obiger Name ließ mich als erstes an Gladiatoren im alten Rom denken. So ist das mit den Assoziationen.

Wer es, so wie ich bisher, nicht wusste, der Eichelhäher verdankt seinen Namen der Frucht, die er isst: den Eicheln. Diese sammelt er zu Tausenden im Herbst, steckt sie in die Erde, findet einige, aber eben nicht alle im Winter wieder und sorgt so für regen Eichennachwuchs.