Im Holunderhain

Eine interessante Formation unter einem Holunderstamm.  Ich vermute es ist eine alte Ansammlung von Judasohren, die irgendwie zusammen gewachsen sind. Habe ich so bisher noch nicht gesehen. Es ist jedes Jahr wieder eine Freude, die Judasohren (Auricularia auricula-judae) im Holunderhain zu besuchen. Immer wieder gibt es neue Formen und Zusammenstellungen.

Mehr zu den Judasohren und zu deren Namensgebung gibt es hier in meinem ersten Beitrag zu den Judasohren im Januar des letzten Jahres.

Das Dunkle

Das Dunkle lauert am Waldboden. Eine wunderschöne Schmetterlings-Tramete (Trametes versicolor) wächst sehr gut getarnt an diesem Stubben.

Stubben, ein wunderschönes Wort für einen Baumstumpf, über welches ich erst vor kurzer Zeit bei Puzzleblume gestolpert bin.

2020

Möge das Jahr 2020 uns allen Glück, spannende Entdeckungen, ruhige Momente, Klarheit und Freude bringen.

Das Motiv ist eines von mehreren Sturmfunden der vergangenen Wintertage. Schöne Flechte und vereinzelt auch kleine gelborange Zitterlinge, so wie hier, lagen zu meinen Füßen. Zu meiner Freude gedeihen sie aktuell auch auf dem Balkon weiter.

Herbstliche Streifzüge

Ein langer Tintenfaden hängt von diesem Schopftintling.

Die alten Apfelbäume auf der ehemaligen Bahntrasse sind im Herbst/Winter fast noch schöner anzusehen als zur Blütezeit. Sie sind so umfangreich bewachsen von Moosen und Flechten, dass es eine wahre Freude ist, an ihnen vorbeizugehen.

Dieser kleine Pilz hieß bei mir vom ersten Moment an der kleine Ufopilz. Ich habe ihn wahrscheinlich nur wegen seiner umgestülpten Lamellen wahrgenommen, denn er war fast ganz vom Laub verdeckt.

Einer von so einigen Galläpfeln, die in den letzten Tagen am Boden lagen. Kein Wunder bei dem Sturm.

Schöne Pilzdächer auf einem herrlichen Waldherbstboden.

Klein, rund und bunt

Mich haben ja die Rindenpilze voll erwischt. Also sieht man mich hier im Dorf und den angrenzenden Wäldern des Tags gern an Bäumen und Totholz still vor mich hin stehen. Ich frage mich manchmal, wie das wohl auf die vorbeigehenden Mitmenschen wirkt. Viele sind es ja nicht… und einige fragen auch. Aber, naja.

Immer öfter möchte ich andere auch einladen, sich einfach mal hinzustellen und in Ruhe nur zu schauen. So vieles taucht dann plötzlich auf, was sich bis dahin verschlossen hatte. Wie diese Zinnoberroten Pustelpilze (Nectria cinnabarina). Die offenbar eine Farbbandbreite von orange über rosa/violett und im beerenartigen Zustand dann rot aufweisen können. Diese Pustelpilze gehören als Schlauchpilze zur Ordnung der Krustenkugelpilzartigen. Hach!

Zum Schluss wird’s nochmal schön rosa, eine Farbe, die es schon viel zu lange an dieser Stelle nicht mehr gab.

kleine korallen kunst

Hach …

Ausdrucksstarke Herbstfunde

Herbstspaziergänge bringen eine Vielzahl schöner Fotomotive mit sich, manche eine wiederkehrende Freude, andere seltener und schnell vergänglich. Eine erste Auswahl zeigt  ausdrucksstarke Motive, die mir in diesem und dem letzten Monat vor die Kamera geraten sind. Sei es die fantastische geweihförmige Holzkeule, seit diesem Jahr einer meiner absoluen Favoriten.

Das in Form und Farbe wunderschöne Blatt des Palmkohls im Freilichtmuseum am Kiekeberg an einem verregneten Novembertag.

Der vergehende Schopftintling wirkt fast ein wenig weihnachtlich dekoriert.

Die Farbenfreude der Herbstblätter kennt ja keine Grenzen und mein Blick geht seit vielen Tagen genau wie beim Fossiliensuchen immerzu gen Boden.