Schnee, der auf Sumach fällt

Beim Wachwerden höre ich das Geräusch von Regen, der in die Wassertonne läuft, aber ich höre keine Regengeräusche. Das Wohnzimmer offenbart dann einen Blick auf einen schneebedeckten Balkon und schneebedeckte Hausdächer. Wer hätte das noch ernsthaft erwartet. Es war angekündigt, aber so richtig vorstellen konnte ich es mir jetzt nicht mehr.

Der leichte Schnee sammelt sich auf den Blüten des Essigbaums (Rhus typhina).  Die Gattung Rhus gehört zur Familie der Sumachgewächse und dann zur Ordnung der Seifenbaumartigen. Nur mal so, und damit sich der Titel erschließt.

green bubbles

Einen Beitrag zur Farbe Grün hatte ich schon in der Umsetzung, da stieß ich in einem Graben im Wald auf diese green bubbles und es war um mich geschehen.

Wieder einmal verdanke ich einen fotografischen Fund meiner Hündin, die ganz eigene Interessen gerade olfaktorischer Natur hat, welche sie an Plätzen stehenbleiben lassen, an denen ich dann zunächst eher gelangweilt in ihrer Nähe bleibe. In diesem Fall war sie über diesen Graben gesprungen und hielt sich gefühlte Ewigkeiten mit dem Beschnuppern von Grasbüscheln und Holzresten auf, während ich einen leicht genervten Blick zu meinen Füßen schweifen ließ und diese Blasen im algendurchtränkten Wasser sah. Was für eine satte Farbe und was für schöne green bubbles.

plopp

moos meditation

So viel Moos habe ich in den letzten Tagen und Wochen gesehen und fotografiert. Es ist zu schön anzuschauen. Stellvertretend hier ein leicht meditativer Blick auf eine kleine Farbexplosion an meiner aktuellen Lieblingsstelle im Wald am Kupfermühlenteich.

gras

Viel Regen, Nebel und verhangener Himmel. Zeit für einen meditativen Blick auf das Gras auf dem Balkon.

haiku

Haiku in Textform kenne ich schon länger. Haiku in Text und Bild bin ich dank Anna von eulenschwinge schon begegnet. Im MAX, dem Max Hünten Haus auf Zingst stieß ich auf ein Haiku Fotobuch, welches den letzten Anstoß gab, eine regelmäßige Serie von schlicht-schönen Naturbildern zu veröffentlichen. Das Buch nahm ich nicht mit, aber eulenschwinge folge ich weiterhin andächtig.

haiku auf fischland

Dierhagen, Fischland-Darß-Zingst, hinter der Datsche.

Stil, Anmut und Schönheit

Einer meiner absoluten Lieblinge seit diesem Frühjahr sind die Schachtelhalme. Diese Pflanze hat einfach Stil, Anmut und Schönheit! Jetzt haben wir am vergangenen Wochenende ein wunderschönes, großes Exemplar am Kupfermühlenteich entdeckt. Also, ich hätte es eigentlich übersehen…

Zunächst dachten wir natürlich, oh ein Acker-Schachtelhalm, dann kam die Recherche und es stellte sich raus, dass es sich genauso gut um einen Wald- oder Sumpf-Schachtelhalm handeln kann. Manchmal hilft die ganze Recherche nichts. Laut meinem Buch würde ich denken, es ist tatsächlich ein Acker-Schachtelhalm, im Internet tendiere ich ein klein wenig zu Wald-Schachtelhalm.

Was ich aber genau weiß, die Schachtelhalme habe ich in einer wüstenähnlichen Landschaft in den Dünen an der zeeländischen Nordseeküste für mich entdeckt. Was ein wundervoller, allmorgendlicher Anblick das war. Wenn ihr euch mal den Frühjahrsbeitrag anschauen wollt: La prêle de champs.

Diese Pflanze hat doch etwas Surreales. Das Beste zum Schluss: Die Schachtelhalme sind Vertreter einer uralten Pflanzengruppe, die es bereits vor mehr als 300 Millionen Jahren gegeben hat, damals allerdings wohl viel, viel größer als heute.