Der einzelne Tropfen

Von den gestrigen, vormittäglichen Sonnenstunden einmal abgesehen ist es auf die eine oder andere Weise feucht und düster. Aber versteckt am Waldboden, an Stubben und Totholz, entstehen kleine Kunstwerke aus der Verbindung von Moos-Samen und Regentropfen, die einem ein Lächeln ins Gesicht und die Sonne ins Herz zaubern.

An Baum und Strauch

Im späten Herbst und frühen Winter findet sich an Baum und Strauch viel Sehenswertes. Manches, wie die Goldgelben Zitterlinge oder manchmal auch die Gewöhnliche Gelbflechte (Xanthoria parietina) springen einem direkt ins Auge. Anderes, wie die herabgefallenen, an Zweigen hängengebliebenen Herbstblätter, nimmt man schon weniger leicht wahr. Dann gibt es noch die gut versteckten und fast unsichtbaren Vogelnester oder die umschlungenen Baumstämme. Alles kleine Naturkunstwerke, die es auf den Spaziergängen zu bewundern gibt. 

Herzlich Willkommen!

Herzlich Willkommen 2021! Du hast mir schon in den ersten beiden Tagen eine Fülle an Bildmaterial geliefert und meiner neu entdeckten Leidenschaft für Schleimpilze neue Nahrung gegeben und das in Fußnähe. Das Jahr startete ruhig, lecker und entspannt. Trotz all der Umstände, die uns allen aktuell nur zu bewusst sind, wird es ein schönes Jahr!

Ich finde mich gerade gar nicht mehr zurecht in dem ganzen Bilderwahnsinn auf meiner Festplatte (wenn auch jedes seine Berechtigung hat), weshalb ich ganz ruhig mit diesen kleinen, heimeligen, weichen, moosigen Astkissen beginne.

Kommt gut in dieses Jahr! Ich wünsche euch Gesundheit, Glück und Freude.

Hoch oben

Es sind diese kleinen Überraschungen beim Betrachten der Fotos am Rechner, die mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Hier hat sich ein Springschwanz hoch oben auf einem Moos-Samenstand ins Bild geschlichen, welches eine schöne nachweihnachtliche Stimmung verbreitet.

Diese kleinen Freuden

Manche Spaziergänge sind reich an kleinen Funden. Ich war am Kupfermühlenteich unterwegs, wo ich mir liebgewonnene Plätze aufsuchte und „neues“ Totholz in Augenschein nahm. Mein Blick hat sich mittlerweile auf Herbstfunde eingestellt. Bei mir braucht das immer einen Moment. Das ist wie beim Fossiliensammeln: Komme ich gerade vom Haifischzähnesuchen, dann muss ich mich erst wieder auf Ostseegeröll umstellen. Gleich in der Nähe vom Parkplatz entdeckte ich diese sehr kleinen Gallertpilze versteckt im Moos auf einem kleinen Stubben. Es könnte ein Fleischfarbener Gallertbecher (Ascocoryne sarcoides) sein.

Entdeckt habe ich den Kleinen nur, weil ich etwas auf einem Blatt in der Nähe gesehen hatte: eine glatte Schließmundschnecke. Es war insgesamt ein wunderbarer Herbstgassigang. Wie gefedert ging ich durch und über diese Unmengen an Laub. Die Wege waren nicht mehr zu erkennen. Der Hund rannte wie verrückt und schlitterte voller Vergnügen durch das für sie teils ellenbogenhohe Laub.