Garten-Trilogie – #3 Das große Posieren

Es regnet, stürmt und wird früh dunkel. Der ideale Zeitpunkt, um die Gartentrilogie zu vollenden. Das große Fliegen, Krabbeln und Sonnenbaden, welches während des Gartenshootings stattfand, soll natürlich auch noch gezeigt werden.

Eben war ich bei der Nachbarin im Garten und ich konnte gerade noch die Dahlienknollen bewundern, die sie ausgegraben und für die Einlagerung fertig gemacht hatte. Lagen da in Reih und Glied auf dem Boden mit farblichen Bändern versehen. Ich glaube, diese Aktion werde ich im kommenden Jahr mal verewigen. Spannend bleibt die Frage, ob die Mäuse die Bänder während der Überwinterung fressen werden. Offenbar hatten Mäuse zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal angebrachte Schilder aufgefressen. Und das trotz dreier Katzen im Haus.

garten minis – rot und samtig

Eine rote Samtmilbe, mit dem bloßen Auge nur ein kleiner roter Punkt irgendwo da unten im Gewirr des abgestorbenen Rasens unter dem Unkrautvlies. Ist das nicht irre, wie dieses Tier aus der Nähe aussieht?  

garten minis – lasius flavus at work

Gelbe Wiesenameise bei der Arbeit. Man waren die schnell unterwegs! Hier scheinen sie sich um die Eier der Läuse zu kümmern, von denen sie sich ernähren, wenn ich das richtig verstanden habe. Und auf dem nächsten Bild scheint mir auch eine Laus zu schlüpfen. Also wieder eine spannende Naturzeit erlebt – am Rechner. Im Garten selber habe ich ja kaum was erkannt.

garten minis – kopfüber

Und rein ins Vergnügen:

Nur aus den Augenwinkeln habe ich etwas wahrgenommen und war dann immer noch nicht davon ausgegangen, dass es sich um etwas Lebendes handelt. Aber dieser Ohrwurm nimmt ein verblütes Blütenbad.

garten minis – auf und ab

Wenn man genau hinschaut sieht diese Lederwanze ein bisschen wie von Louis Vuitton gestaltet aus. Und wieder was gelernt, nämlich wie man eigentlich „Louis Vuitton“ schreibt. Kam ich ehrlich gesagt nicht sofort drauf.

Faszinierende kleine Kerle. Ich bin immer wieder erstaunt, dass ich zunächst so gar nichts Interessantes entdecken kann und dann, wenn ich lang genug ganz in Ruhe verharre und schaue, entdecke ich doch wieder ein Insekt. Das ist eine ideale Achtsamkeitsübung.

wilde minis – kleiner stinker

Es handelt sich wohl um eine grüne Stinkwanze (Palomena prasina). Ihren Namen verdankt sie der Tatsache, dass sie bei Gefahr ein übel riechendes Sekret absondert.

Noch etwas näher herangeholt:

Da bei uns im Garten nicht mehr so viel los ist und gefühlt auch immer die 3 gleichen Wanzenarten unterwegs sind :-), habe ich den Radius auf die umliegende Wildnis erweitert.

garten minis – martialisch

Ein Kohlschnaken-Weibchen auf meinem Salat im Garten.

Mal ehrlich: Das spitz zulaufende Körperende sieht doch aus als wäre es aus purem Gold. Und dann dieser gepanzerte Oberkörper und dieser Kopf, Science-Fiction pur!