haiku

Haiku in Textform kenne ich schon länger. Haiku in Text und Bild bin ich dank Anna von eulenschwinge schon begegnet. Im MAX, dem Max Hünten Haus auf Zingst stieß ich auf ein Haiku Fotobuch, welches den letzten Anstoß gab, eine regelmäßige Serie von schlicht-schönen Naturbildern zu veröffentlichen. Das Buch nahm ich nicht mit, aber eulenschwinge folge ich weiterhin andächtig.

haiku auf fischland

Dierhagen, Fischland-Darß-Zingst, hinter der Datsche.

berberitze dekonstruiert

Ich dachte schon vor 2 Wochen wie schön die zerknautschten Berberitzen aussehen und dass ich diese beizeiten mit dem Makro aufnehmen will. Mein Favorit war dann jetzt eine sich bereits im Auflösen befindliche Berberitze. Für mich schöne abstrakte Kunst. Ich liebe solche Motive und sollte eigentlich nochmal zum Sammeln losgehen, bevor es für dieses Jahr zu spät ist.

kleine korallen kunst

Hach …

Die Becher der Cladonia

Die Cladonia – was für ein schöner Name für eine Flechte.

Die Becherflechte lebt hier bei uns am Rande einer kleinen asphaltierten Straße auf einigen wenigen alten Holzpflöcken, welche die Auslaufflächen eines angrenzenden Ponyhofes begrenzen. Mir haben es fotografisch speziell die markanten, schon etwas reiferen Teile der Flechte angetan. Den jungen Hüpfern, welche sich oben auf dem Pflock gerade neu entwickeln, lasse ich noch etwas Zeit zum Reifen.

Ich beobachte diese Flechte jetzt schon seit letztem Jahr, fand aber erst jetzt die Ruhe und Muße, sie zu fotografieren. Manchmal verweile ich auch einfach nur kurz bei ihr und schaue mir ein paar Details an. Natürlich fasziniert sie mich auch wegen ihres spacigen Aussehens so.

Ich schaffe es nie bei idealen Lichtbedingungen, denn die Sonne kommt immer von der falschen Seite und über den Stacheldraht und durch den dahinter liegenden Stromzaun muss ich nun wirklich nicht klettern. Das musste ich einmal tun, als unsere noch sehr junge Hündin durch den Zaun gelaufen war, sich einen Stromschlag holte und drohte, vor Panik in den Wald zu laufen.

Hier noch zwei Bilder mit einem Überblick des größten Teils dieser Ansiedlung.

Tropfenkunst

Die aktuell doch recht vielen Regentropfen zaubern am Waldboden zarte kleine Naturkunstwerke herbei. An diesen Sporenkapseln vom Moos haben sich die Regentropfen verfangen und verformt. Hätte man nicht schöner malen können und habe ich natürlich erst später am Rechner gesehen.

Dieses kleine Kunstwerk entdeckt zu haben, verdanke ich Almuth, die mir mit ihrem gestrigen Moosbeitrag sehr bewusst machte, dass ich immer noch kein Moos fotografiert hatte. Ohne ihren Beitrag wäre ich heute im Wald nicht vom Weg abgekommen, um mir mal die ersten Moose anzuschauen. Und dann gleich so ein Glückstreffer.

das kleine glück zu meinen füßen

Diese unglaubliche, sehr kleine, geradezu winzige Pilzsansammlung entdeckte ich zum Glück, bevor ich meinen Fuß aufsetzte.

Ist das nicht verrückt, was da zu unseren Füßen im wirklich Kleinen entsteht und vergeht, zumeist ungesehen? Diese winzigen Schwindlinge (es könnten Halsbandschwindlinge sein) wachsen aus einem herabgefallenen Blatt.

Filigrane Emporkömmlinge

Nach dem Fund der Geweihförmigen Holzkeule war ich lange auf der Suche nach weiteren Pilzen aus der Gattung der „Keulen“. Da war mein Jagdtrieb erwacht!

Ohne es zu wissen, hatte ich bereits einen tollen, sehr unscheinbaren Vertreter dieser Gattung gefunden. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um die Binsenkeule (Macrotyphula filiformis)! Ein ganz zarter, dünner Pilz, der maximal  8-10 cm lang war. Wieder an der tollen Kupfermühle im Unterholz entdeckt, streckt er an einigen Stellen fast flächendeckend seinen zarten Körper in die Höhe.

Zunächst dachte ich übrigens, dass es sich um die röhrige Keule (Macrotyphula fistulosa) handelt. Die ist aber dicker im Umfang. Anders als die röhrige Keule, die auf Ästen wächst, wächst die Binsenkeule tatsächlich auf dem herabgefallenen Laub.