Lebensgemeinschaft Eichenblatt

Schöner Zufallsfund am heutigen Nachmittag: Ein Gallapfel auf einem Eichenblatt nach dem Regen.

Die rundlichen Galläpfel kommen an der Unterseite von Eichenblättern vor und in ihr befindet sich die Larve der Eichengallwespe. Es handelt sich im übrigen um eine interessante Lebensgemeinschaft, wie ich eben noch vom Nabu lernen durfte. Die Gallen, wie diese Galläpfel, sind Veränderungen von Pflanzenteilen. Die Insekten zwingen in diesem Fall die Eiche dazu, diese „bauliche“ Veränderung vorzunehmen, d.h. die Eiche baut für die Wespe den Gallapfel, worin dann die Larve heranwächst. Das ist doch wieder mal der Wahnsinn!

Das habe ich heute das erste Mal bewusst gesehen, hätte es so oder so fotografiert, da es so ästhetisch aussah, aber nur dank meiner Begleitung wusste ich, dass es sich lohnt, nach Gall-irgendwas zu suchen 🙂 Danke dafür!

balkon minis – das große lauschen

Zwei Wanzen besuchten uns in den letzten 2 Wochen auf dem Balkon. Die erste, eine grüne Stinkwanze, hing außen an der Balkonumrandung und verdankt ihre Entdeckung nur der Rettung einer Spinne.

Die zweite Wanze, wohl eine marmorierte Baumwanze, steckte zwischen Balkontür und Fliegengittertür fest, wollte auch zunächst so gar nicht in die Freiheit und machte eine längere Verschnaufpause an der Holzverkleidung der Fliegengittertür. Also musste zu ihrem Schutz ein Hocker zwischen Tür und Fenster geklemmt werden und dann hatte ich genug Zeit, mit der Kamera auf Tuchfühlung zu gehen. So ein cooles Foto hatte ich bisher noch von keiner Wanze bekommen.

Übrigens wieder so ein Bild, wo ich einen kleinen Schreck beim Blick durch die Kamera bekam. Man stelle sich das Tier in der gezeigten Größe vor 🙂 In hochauflösend ist das Bild der Wahnsinn. Die Wanze sieht aus wie ein Fossil aus früherer Zeit.

Und tatsächlich belegen Bernsteinfunde aus der Kreidezeit (!) das Vorhandensein von Wanzen. Irre!

Garten-Trilogie – #3 Das große Posieren

Es regnet, stürmt und wird früh dunkel. Der ideale Zeitpunkt, um die Gartentrilogie zu vollenden. Das große Fliegen, Krabbeln und Sonnenbaden, welches während des Gartenshootings stattfand, soll natürlich auch noch gezeigt werden.

Eben war ich bei der Nachbarin im Garten und ich konnte gerade noch die Dahlienknollen bewundern, die sie ausgegraben und für die Einlagerung fertig gemacht hatte. Lagen da in Reih und Glied auf dem Boden mit farblichen Bändern versehen. Ich glaube, diese Aktion werde ich im kommenden Jahr mal verewigen. Spannend bleibt die Frage, ob die Mäuse die Bänder während der Überwinterung fressen werden. Offenbar hatten Mäuse zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal angebrachte Schilder aufgefressen. Und das trotz dreier Katzen im Haus.

garten minis – rot und samtig

Eine rote Samtmilbe, mit dem bloßen Auge nur ein kleiner roter Punkt irgendwo da unten im Gewirr des abgestorbenen Rasens unter dem Unkrautvlies. Ist das nicht irre, wie dieses Tier aus der Nähe aussieht?  

garten minis – lasius flavus at work

Gelbe Wiesenameise bei der Arbeit. Man waren die schnell unterwegs! Hier scheinen sie sich um die Eier der Läuse zu kümmern, von denen sie sich ernähren, wenn ich das richtig verstanden habe. Und auf dem nächsten Bild scheint mir auch eine Laus zu schlüpfen. Also wieder eine spannende Naturzeit erlebt – am Rechner. Im Garten selber habe ich ja kaum was erkannt.

Gespensternetz

Aus der Rubrik: Was ist das?

Altes Nest von Gespinnstmotten?

Es war das zweite Mal in meinem Leben, dass ich an einer solchen Erscheinung vorbeilief. Ich habe ewig im Netz gesucht bis ich zufällig auf die Gespinnstmotte und ihre Nester gestoßen bin und mir vorstellen könnte, dass es sich um deren alte Nester handelt.

Heute bekam ich fachkundige Bestätigung! Wir waren heute mit waschechten Natur- und Landschaftsführerinnen hier bei unserem Kupfermühlenteich unterwegs. Während eines 2 stündigen Spaziergangs durch die Natur erhielten wir auf unterhaltsame, aber eben auch sehr informative Weise, Anektoden zur uns umgebenden Pflanzenwelt, im Speziellen auch der Baumwelt zu hören. Eine tolle Veranstaltung! Für mich das erste, aber bestimmt nicht das letzte Mal.

Übrigens habe ich dieses alte Nest vor ein paar Wochen genau hier am Kupfermühlenteich entdeckt. Es war also mehr als ein Zufall, dass wir von dieser Veranstaltung erfahren haben (Dank an die Dahlien-Nachbarin) und Zeit hatten, um teilzunehmen.

garten minis – auf und ab

Wenn man genau hinschaut sieht diese Lederwanze ein bisschen wie von Louis Vuitton gestaltet aus. Und wieder was gelernt, nämlich wie man eigentlich „Louis Vuitton“ schreibt. Kam ich ehrlich gesagt nicht sofort drauf.

Faszinierende kleine Kerle. Ich bin immer wieder erstaunt, dass ich zunächst so gar nichts Interessantes entdecken kann und dann, wenn ich lang genug ganz in Ruhe verharre und schaue, entdecke ich doch wieder ein Insekt. Das ist eine ideale Achtsamkeitsübung.