Feine Naturkunst

Ich bin mal wieder ein kleines bisschen verliebt in eine unscheinbare Pflanze. Besser gesagt in ihre Samenstände, die pure Naturkunst sind. Für dieses Glück musste ich im verwilderten Garten nur in etwas 30 cm Höhe genau hinschauen. Objekt meiner Begierde war in den letzten Tagen das Kleinblütige Weidenröschen (Epilobium parviflorum).

Das Kleinblütige Weidenröschen ist eine sehr schmale, bis zu 80 cm hohe, recht unscheinbare Pflanze, die oft als Unkraut beim Austrieb herausgerissen wird. Deshalb habe wohl auch ich das Weidenröschen bisher nicht in Blüte gesehen. So einiges ist dieses Jahr lehrreich, wo der Garten mal nicht regelmäßig und ausreichend gepflegt wurde. Glücklicherweise ist dies nicht die einzige Pflanze, die mich mit ihren Samen in diesem Jahr überrascht. Davon bald mehr an dieser Stelle. Das Kleinblütige Weidenröschen gilt übrigens bei manch einem als Heilmittel für Prostata und Blasenleiden und ist deshalb als Tee und homöopathische Kapsel zu erhalten.

Neues aus dem wilden Garten

Der Garten ist tatsächlich sehr wild aktuell, das Gras steht einem bis zu den Knien, aber in den Nutzbeeten und neben ihnen finden sich schöne Blüten. Das erste Mal blühen Petersilie (Petroselinum crispum) und Oregano (Origanum vulgare). Die Blüten von Schnittlauch (Allium schoenoprasum) und Winterheckzwiebel (Allium fistulosum), die so schön intensiv nach Knoblauch riecht, sind jedes Frühjahr eine Augenweide für mich. Das erste Mal aufgefallen ist mir die faszinierende Entwicklung der Lupinenblüten und immer wieder beglückt bin ich von der Berg-Flockenblume (Centaurea montana), die sich zum Glück sehr wohl fühlt im Garten und an vielen Stellen wiederkommt.

Schnee, der auf Sumach fällt

Beim Wachwerden höre ich das Geräusch von Regen, der in die Wassertonne läuft, aber ich höre keine Regengeräusche. Das Wohnzimmer offenbart dann einen Blick auf einen schneebedeckten Balkon und schneebedeckte Hausdächer. Wer hätte das noch ernsthaft erwartet. Es war angekündigt, aber so richtig vorstellen konnte ich es mir jetzt nicht mehr.

Der leichte Schnee sammelt sich auf den Blüten des Essigbaums (Rhus typhina).  Die Gattung Rhus gehört zur Familie der Sumachgewächse und dann zur Ordnung der Seifenbaumartigen. Nur mal so, und damit sich der Titel erschließt.

Meditatives aus dem wilden Garten

… zur Ruhe kommen in der Natur oder wie hier im verwilderten Gemeinschaftsgarten … meditierend auf dem Boden vor den überwucherten Beeten nach Motiven Ausschau halten …

Garten-Trilogie – #3 Das große Posieren

Es regnet, stürmt und wird früh dunkel. Der ideale Zeitpunkt, um die Gartentrilogie zu vollenden. Das große Fliegen, Krabbeln und Sonnenbaden, welches während des Gartenshootings stattfand, soll natürlich auch noch gezeigt werden.

Eben war ich bei der Nachbarin im Garten und ich konnte gerade noch die Dahlienknollen bewundern, die sie ausgegraben und für die Einlagerung fertig gemacht hatte. Lagen da in Reih und Glied auf dem Boden mit farblichen Bändern versehen. Ich glaube, diese Aktion werde ich im kommenden Jahr mal verewigen. Spannend bleibt die Frage, ob die Mäuse die Bänder während der Überwinterung fressen werden. Offenbar hatten Mäuse zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal angebrachte Schilder aufgefressen. Und das trotz dreier Katzen im Haus.