Im Holunderhain

Eine interessante Formation unter einem Holunderstamm.  Ich vermute es ist eine alte Ansammlung von Judasohren, die irgendwie zusammen gewachsen sind. Habe ich so bisher noch nicht gesehen. Es ist jedes Jahr wieder eine Freude, die Judasohren (Auricularia auricula-judae) im Holunderhain zu besuchen. Immer wieder gibt es neue Formen und Zusammenstellungen.

Mehr zu den Judasohren und zu deren Namensgebung gibt es hier in meinem ersten Beitrag zu den Judasohren im Januar des letzten Jahres.

Kleine Knolle

Kleine Knolle, fast wie eine Skulptur dort unten am Waldboden.

Rindenverzwirbelungen

An diesem Baum gehe ich seit Jahren fast täglich vorbei. Da er aber in einem Graben an der Straße steht, habe ich seine Rinde nie aus der Nähe betrachtet. Erst von Nahem betrachtet, entdecke ich all diese schönen Verzwirbelungen und Drehungen der Rinde.

Verflochten

Die Aristokratin

Die Birke, die ich wegen ihrer schönen Rinde liebe, gilt als Aristokratin unter den Bäumen.

Das wusste ich nicht, bis ich vor einiger Zeit für eine Birkenfreundin einen Kartentext zusammenstellte. Überraschenderweise findet man sehr prosaische Texte zur Birke im Netz.

Schlanke Gestalt und weißes Rindenkleid waren wohl auch ausschlaggebend dafür, dass die Birke als heiliger Baum gilt, der die jungfräuliche Göttin symbolisiert. Es ist wie immer in diesem Naturtagebuch, ich lerne nicht aus …

Birkenrinde stellt auch ein vielseitig eingesetztes Pflanzen-Heilmittel dar. Es gibt noch viel zu sagen zur Birke, aber zum Glück wird es auch noch viele weitere Birkenmotive geben.

 

 

Ausdrucksstark

Immer wieder verweilt mein Blick auf diesem Bild mit einem Naturfund aus dem letzten Herbst. Ausdrucksstark oder?

Es ist ein guter Start für eine geplante Serie zum Thema Strukturen im Wald, die mir den aktuell feuchtkalten und sehr windigen Winter versüßen soll.

Eiswolle auf Totholz

Der Fund ist genauso spannend wie der Titel vermuten lässt. Ein wohl recht seltenes Phänomen, entdeckt im aufgeschichteten Holzlager einer Nachbarin: Haareis!

Dies war der einzige, betroffene Stamm in einem wirklich großen Areal von Totholz. Und so soll es dazu kommen: Bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt wird das, innerhalb des toten Holzes noch nicht gefrorene Wasser durch die von einem winteraktiven Pilz produzierten Gase nach aussen gedrängt und gefriert dort. Natur!