déjà vu

In den letzten Tagen war wieder sehr wechselhaftes Wetter unterwegs und beim Anblick der Hagelkörner auf dem Balkon … déjà vu. Im April gab es allerdings zu lange zu viel Feuchtigkeit. Jetzt bestimmen häufige, lang anhaltenden Gewitter und schnell kommende und zumeist schnell gehende Regenschübe und am Wochenende wieder mal Hagel. Es soll ja wieder ein paar Grad wärmer werden. 11-12° fand ich auch etwas frühkalt.

Von verkrusteten Kamelen und käfertragenden Ameisen

Es sieht nicht gut aus für die Kamelhalsfliege (Raphidiidae), die ich beim morgendlichen Gassigang an einem Grashalm am Wegesrand hängen sah. Ich wunderte mich, dass sie sehr lange still hielt und sah dann von der rechten Seite, dass sie von einer weißen Kruste überzogen ist. Es sieht bei genauer Betrachtung aus als würde eine Substanz an ihr haften, die getrocknet und hart geworden ist. Es ist die zweite Kamelhalsfliege die ich in meinem Leben zu Gesicht bekomme. Hier geht es zu meiner ersten Begegnung. Es handelt sich wieder um ein Weibchen, man kann den Legebohrer sehr gut erkennen.

Es sieht nicht nach einem Pilz aus, z.B. den Fliegentöter, den ich vor zwei Jahren bestimmen konnte und auch in diesem Jahr schon öfters sah. Zum Vergleich eine vom Fliegentöter befallene Tanzfliege, die ich zu Beginn des Monats aufnahm. Wer mehr zu diesem Pilz wissen will, der Fliegen befällt, von ihnen lebt und sie tötet, der kann in meinem letztjährigen Beitrag die ganze gruselige Wahrheit erfahren.

Heute am frühen Abend kurz vorm Schnell-Grillen sah ich auf dem Balkon aus dem Augenwinkel diese Ameise mit fetter Beute. Der Weg führte durch mehrere „tiefe“ Fugen. Einen Teil ihres Wegs konnte ich mit der schnell herausgeholten Kamera dokumentieren.

Eichhörnchen zum Frühstück

Ab und an sehe ich Eichhörnchen (Sciurus) durch die Gärten huschen, auch mal auf unserem Balkon nach der Vogelfutterlage schauen, aber noch nie saß ein Eichhörnchen so entspannt mümmelnd auf dem Lattenzaun in der Morgensonne. Ich schaute eine Zeit lang mit meinem Kaffee in der Hand zu, entschied mich dann, schnell die Kamera mit dem Tele zu holen und bekam ein bisschen was geboten dafür, dass ich nur in Socken vorsichtig auf den Balkon geschlichen war.

Erst noch gemütlich mümmelnd auf dem Zaun, ein Blick nach rechts, ein Blick zu mir, runter auf dem Boden, wieder hoch, dann links in den nächsten Garten, dort in die Holunder und von dort rüber in die Haselnuss. Zwischendurch gab es auch noch einen kleinen Ausflug auf das Schuppendach, aber da schien ich zu nah mit meiner Kamera.