Und dann war da das Reh

… in unserem Garten und bleibt dort schon seit zwei Tagen. Gestern früh wunderte ich mich über eine farbliche Veränderung im Garten links vom großen Riesenbovisten. Das war doch am Vorabend noch nicht da gewesen als wir mit dem Hund im Garten toben waren. Ich konnte es überhaupt nicht zuordnen. Wie immer in solchen Fällen kommt das Tele zum Einsatz. Zunächst sah ich nur einen großen Haufen, der farblich da nicht hinpasste und hatte schon Angst, dass es irgendein totes Tier ist. Dann hob es den Kopf und ich sah das Reh so wie ihr es hier auf dem ersten Bild seht. Als es Nachmittags immer noch da war machte ich mir Sorgen, ob es ihm gut geht. Mir fiel dann ein mittelgroßer Stein vom Herzen, als es im Garten zum Äsen unterwegs war. Heute früh war es dann nicht mehr da, aber am frühen Vormittag plötzlich doch wieder. Mal schauen, was das noch gibt. Eigentlich ist es ideal bei uns aufgehoben. Unser leicht verwilderter Gemeinschaftsgarten bietet reichlich Nahrung, wie man sieht ruhige verdeckte Ecken und es stört niemanden, dass es da ist und die Pflanzen frisst. Das mögen die Nachbarinnen ansonsten so gar nicht in ihren gepflegten Gärten.

Gigantea im Garten

Der Riesenbovist (Calvatia gigantea) im Garten hat seine Größe nochmal verdoppelt seit ich vor 2 Tagen das letzte Mal unten war. Das war der Hündin nicht ganz geheuer. Wenn er morgen immer noch so gut aussieht könnte ich ihn eigentlich mal in die Pfanne hauen. Da denke ich bisher jedes Jahr zu spät dran.

Im frühen Schlaf ein Blubbern

Heute früh ging ich aus gutem Grund direkt nach dem zweiten Kaffee einmal ums Haus rum, da ich etwas aufnehmen wollte. Ein spontaner Zaungast kam dann allerdings zuerst aufs Foto:

Der wahre Grund meines Aufbruchs versteckt sich wenige cm neben unserem Schlafzimmerfenster. Dort hat eine Mehlschwalbe (Delichon urbicum) ein neues Nest gebaut und der Nachwuchs dringt morgens mit seinem gurgelnden Blubbern immer in meine Tiefschlafphase. Wie Brabbeln unter Wasser hört sich das an. Es nisten hier am gesamten Gebäudekomplex immer einige Schwalben, aber noch nie so nah dran. Da unser Anblick direkt am Fenster jetzt für Stress sorgt, bleibt das Plissee weiter unten. Die Erneuerung des beim letzten Sturm zerrissenen Fliegengitters muss so (zum Glück) auch noch etwas warten.

Eichhörnchen zum Frühstück

Ab und an sehe ich Eichhörnchen (Sciurus) durch die Gärten huschen, auch mal auf unserem Balkon nach der Vogelfutterlage schauen, aber noch nie saß ein Eichhörnchen so entspannt mümmelnd auf dem Lattenzaun in der Morgensonne. Ich schaute eine Zeit lang mit meinem Kaffee in der Hand zu, entschied mich dann, schnell die Kamera mit dem Tele zu holen und bekam ein bisschen was geboten dafür, dass ich nur in Socken vorsichtig auf den Balkon geschlichen war.

Erst noch gemütlich mümmelnd auf dem Zaun, ein Blick nach rechts, ein Blick zu mir, runter auf dem Boden, wieder hoch, dann links in den nächsten Garten, dort in die Holunder und von dort rüber in die Haselnuss. Zwischendurch gab es auch noch einen kleinen Ausflug auf das Schuppendach, aber da schien ich zu nah mit meiner Kamera.

Skelettiert

Ein kurzer Abstecher in den Gemeinschaftsgarten führte mich zu den Überresten einer Ratte auf unserer Terrasse. Zum Glück war keine sommerliche Kaffeezeit angedacht.

Eigentlich wollte ich nur über den Zaun zu unseren Nachbarn schauen, ob deren neu angeschafften Hühner ausgebüxst waren (waren sie nicht). Der Rückweg vom morgendlichen Gassigang überraschte mit 3 Hühnern im Garten der alten Schule, wo eigentlich keine hingehören. Lopi hatte sie natürlich schon gewittert und wollte liebend gern in den Garten (also zu den Hühnern, die Ratte war nicht mehr ganz so interessant, so dass ein Foto möglich war).