Eichhörnchen zum Frühstück

Ab und an sehe ich Eichhörnchen (Sciurus) durch die Gärten huschen, auch mal auf unserem Balkon nach der Vogelfutterlage schauen, aber noch nie saß ein Eichhörnchen so entspannt mümmelnd auf dem Lattenzaun in der Morgensonne. Ich schaute eine Zeit lang mit meinem Kaffee in der Hand zu, entschied mich dann, schnell die Kamera mit dem Tele zu holen und bekam ein bisschen was geboten dafür, dass ich nur in Socken vorsichtig auf den Balkon geschlichen war.

Erst noch gemütlich mümmelnd auf dem Zaun, ein Blick nach rechts, ein Blick zu mir, runter auf dem Boden, wieder hoch, dann links in den nächsten Garten, dort in die Holunder und von dort rüber in die Haselnuss. Zwischendurch gab es auch noch einen kleinen Ausflug auf das Schuppendach, aber da schien ich zu nah mit meiner Kamera.

Skelettiert

Ein kurzer Abstecher in den Gemeinschaftsgarten führte mich zu den Überresten einer Ratte auf unserer Terrasse. Zum Glück war keine sommerliche Kaffeezeit angedacht.

Eigentlich wollte ich nur über den Zaun zu unseren Nachbarn schauen, ob deren neu angeschafften Hühner ausgebüxst waren (waren sie nicht). Der Rückweg vom morgendlichen Gassigang überraschte mit 3 Hühnern im Garten der alten Schule, wo eigentlich keine hingehören. Lopi hatte sie natürlich schon gewittert und wollte liebend gern in den Garten (also zu den Hühnern, die Ratte war nicht mehr ganz so interessant, so dass ein Foto möglich war).

Heteroptera – jung und alt

Mit der Zimtwanze (Corizus hyoscyami) beginne ich eine kleine Reihe über Wanzen, deren Imagines und Larven ich fotografiert habe.

Die Zimtwanze gehört zu den Glasflügelwanzen (Rhopalidae). Sie ist schon aufgrund ihrer 8,5 bis 10,3 mm Körpergröße gut sichtbar, zusätzlich hilft einem ihre intensive rote und schwarze Zeichnung dabei, sie in den Blüten zu erkennen. Die Imagines sind also nicht unbedingt zu übersehen, anders verhält es sich mit ihren Larven. Die sind bedeutend unscheinbarer und ich konnte bisher nur ein Foto von ihnen ergattern.

Ihr Name soll vom leichten Zimtgeruch herrühren, der von ihr ausgeht. Ich kann das bisher nicht bestätigen. Das Weibchen legt beginnend ab spätem Frühjahr die Eier an der Wirtspflanze ab, die neue Generation kann dann im Hochsommer beobachtet werden und überwintert später in der Bodenstreu. Die Zimtwanze ist behaart, man kann das auf dem ein oder anderen Foto leicht erkennen. Sie ernährt sich von Pflanzensäften, saugt vorwiegend an Früchten und Samen von Korbblütlern und Königskerzen.

Neben ihren leichten Glubschaugen und der schönen Zeichnung ist die strahlende Unterseite der Zimtwanze für mich immer wieder ein schöner Anblick. Wie gut, dass ich ihnen recht zuverlässig im Garten einer Nachbarin begegnen kann.

Die späte Schönheit

Das Gewöhnliche Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris) trägt seinen Namen tatsächlich wegen der Ähnlichkeit seiner Schötchen mit den Taschen der Hirten. Das kann man auf den folgenden Bildern nicht erkennen, denn diese entstanden letztes Jahr im Garten, nachdem ich erstmals die Schönheit der Samen entdeckte. Welch schöne Motive diese zarte Pflanze bietet, man kann sich lange und immer wieder an ihr erfreuen.

Das Gewöhnliche Hirtentäschel ist unglaublich durchsetzungsstark und verteilt nicht nur pro Pflanze unglaublich viele Samen (laut Wikipedia bis zu 64.000), diese sind auch noch über viele Jahre keimfähig. Hinzu kommt, dass es bis zu vier Generationen im Jahr geben kann. Gut vorstellbar also, dass sich nicht alle Gartenbesitzer über diese Wildpflanze freuen. Aber ein genauer Blick könnte dazu führen, ein paar von ihnen stehen zu lassen. Das Hirtentäschel ist übrigens essbar und soll sogar recht schmackhaft sein, darüber hinaus wird es schon seit Urzeiten als Heilmittel verwendet. Also eine sowohl optisch als auch inhaltlich sehr reiche Pflanze.