Des Waldes Haarpracht

Auf dem Weg zu Teuerlingen und Trompeten im Wald hatte ich endlich mal wieder das große Glück Haareis zu entdecken und zwar prächtiges Haareis. Es wuchs aus einem am Waldboden liegenden Totholz-Ast heraus. Die Bedingungen waren ideal: Morgens -1° zeigte das Thermometer beim ersten Kaffee an. Mir zu kalt um frühzeitig loszugehen. Gegen 11:00 bin ich dann kurz zum Fotografieren in den noch recht kalten Wald gegangen, um einen Zufallsfund näher zu dokumentieren. Es waren mittlerweile um die 2° und die Sonne schien, jawohl die Sonne!!!.

Dieses besondere Eis, auch Eiswolle genannt, entsteht, indem Wasser bei den idealen Umgebungsbedingungen durch Gase eines winteraktiven Pilz aus dem Holz herausgedrückt wird. Das Eis wächst mit einer Geschwindigkeit von 5-10 mm pro Stunde! Mittlerweile ist bekannt, dass es sich bei dem beteiligten Pilz um die Rosagetönte Gallertkruste (Exidiopsis calcea) handelt, die nur auf Laubgehölzen wächst. Dies und einiges mehr ist nachzulesen in einem vertiefenden Beitrag auf der Seite der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Zu den Teuerlingen und Trompeten komme ich dann das nächste Mal. Die sind etwas zeitintensiver in der Nachbearbeitung.

9 Gedanken zu “Des Waldes Haarpracht

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