Von Kugeln und Bechern

Beim nächsten bisschen Sonnenschein hatte ich mir vorgenommen in das kleine Waldstück zu gehen, wo vor einiger Zeit Holzraubbau begangen wurde um zu schauen, welche meiner Totholz-Schätzchen erhalten geblieben sind. Mein Lieblings-Polter, nicht allzu weit von der Straße entfernt, ist zum Glück erhalten geblieben.

Junge, weiße Fruchtkörper des Wollkugelschleimpilzes (Comatricha nigra), rote Trichia-Kugeln, feine kleine violette Becherchen (Fleischroter Gallertbecher/Ascocoryne sarcoides), eine etwas größere Ansammlung von Wollkugeln und ein älterer Blutmilchpilz (Lycogala epidendrum). Es gibt zur Zeit viele von ihnen, sie sind allerdings in dieser Farbgebung nahezu unsichtbar am Totholz.

Die kleine Fruchtkörperansammlung auf Bild 1 misst insgesamt ca. 2 cm in der Breite, zu ihnen gibt es auf Bild 6 eine Fundstellen-Übersicht. Dort findet man sie ganz oben an der Schnittkante. Auch die größere Ansammlung von Wollkugelschleimpilz-Fruchtkörpern sieht man nochmal in einer etwas größeren Gesamtansicht. Aus einem kleinen, ca. 4 cm großem Blatt wuchsen in einer Vertiefung des Totholzes ein paar winzige kleine Pilze. Nach diesen Funden ging ich beschwingt wieder nach Hause.

18 Gedanken zu “Von Kugeln und Bechern

    • Was ist mit deinem Makro oder nimmst du es einfach nur nicht mit? Ich finde es immer wieder eine durchaus schwierige Entscheidung, welche Objektive ich mitnehme, es sei denn es ist wie bei diesem Ausflug ganz klar, worauf es hinausläuft. Dann bleibt aber noch die Frage des Zweitobjektivs 😀

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      • Hab sie gerade entdeckt, die Makrobilder. Ja, bei gemeinsamen Spaziergängen geht das natürlich nicht. Ich muss mitunter sogar drauf achten, nicht nur mit dem Blick den Boden und die Krautschicht zu scannen.
        Ich habe mir eine MFT Systemkamera angeschafft und sie gegen meine Spiegelreflex getauscht. Das hatte mit der Größe zu tun und jetzt kann ich sie fast immer dabei haben.

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      • Eine MFT Systemkamera ?! Hatte davon gehört.
        Ich nutze mein Ding hier, ein Sigma-Objektiv, schon lange. Die anderen 2 Standardobjektive zur Nikon praktisch nie.

        Solange die Spiegelreflex funktioniert, belasse ich es dabei.

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      • Heute traf ich wieder jemanden vom Naturschutzbund auf dem Feld, der meinte, ich solle meine Funde naturgucker.de melden. Wozu denn sonst Fotos machen, meinte er?!
        Mein Haupargument war wieder, daß ich zuviele Leidenschaften pflege, sodaß ich keinesfalls tiefer einsteigen könne.

        Ich komme ja eh nicht voll rum mit allem. 😉

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      • Ne, kommt man auch nicht 😀
        Warum aber bitte darf man nicht zur eigenen Erquickung und Freude am Entdeckertum Fotos machen? Das sehe ich ja nun ganz anders. Ich überlegte auch schonmal dort Bilder einzustellen, aber mich schreckte die Zeit und die eventuell mangelnde Muße. Immer wieder will ich mir das nochmal in Ruhe anschauen und dann kommt wieder anderes dazwischen. Das Leben halt 😉

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      • Ja, sie machen Arbeit, aber eben wohl auch genügend Freude und es ist ja auch nicht immer eine so unglaublich bewusste Auseinandersetzung mit der Frage, ob man das unbedingt machen müsste/sollte. Es will einfach passieren. Interpretiere ich jetzt einfach mal unbekannterweise ein wenig 😀
        D.h. du machst die Keramik zu deiner eigenen Freude und nicht (unbedingt) um sie mit anderen zu teilen, auszustellen, etc.? Denn teilen tust du sie ja auf jeden Fall im blog.

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  1. Klasse mit dem Referenzbild. Da bekommt man eine gute Vorstellung über die Winzigkeit. Da hast du ja richtiges Neujahrs-Finderglück gehabt und schön, daß dein Totholzhaufen noch da ist. Schleimpilze finde ich derzeit keine, trotz der vielen Feuchtigkeit.

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    • Ach, schade, aber das kommt bestimmt noch. Ich denke immer öfter dran, Referenzbilder zu machen. Manchmal bin ich zu faul, das Objektiv zu wechseln oder so, aber die Disziplin wächst 🙂. Ich bin sehr froh, dass diese Tothölzer nicht auch entweder erschlagen wurden von gefällten Bäumen oder von den riesigen Maschinen umgefahren wurde. Sie bieten so einige Schätze, immer wieder.

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      • Das glaube ich gerne. Klar, wenn man das Objektiv noch wechseln muß, das braucht Disziplin, die ich vermutlich auch nicht hätte 😉 Das mag ich an meiner alten Kamera, daß ich beides drin habe, nah wie fern. So sehr vermisse ich die Schleimpilze gerade nicht, aber klar, ich freue mich, wenn ich wieder welche finde 🙂

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