Rote Glubschaugen

Die Hellbraune Glasflügelwanze (Rhopalus subrufus) kommt zumeist in einem recht kräftigen Rotton daher. Sie ist dennoch nicht leicht zu entdecken, mit ihren 7-9 mm ist sie erstaunlich gut in der Krautschicht getarnt. Und sie ist schnell unterwegs. Farblich variiert sie zwische hellbraun und einem sehr starken rotbraun. In der rotbraunen Färbung habe ich sie im Mai kennengelernt, zum Ende des Sommers im August gelang mir noch die Aufnahme einer blasseren Farbvariante. Zeitlich deckt es fast genau den Rahmen ab, in welchem man sie entdecken kann: Mai bis September.

Bis auf einen eng begrenzten Bereich in einem Waldstück hier bei mir habe ich sie noch nicht woanders entdeckt. Dort sehe ich sie recht zuverlässig direkt am Wegesrand in der typischen Krautschicht in Gesellschaft von Stink- und Schillerwanzen. Ach ja, sie hat unglaubliche rote Glubschaugen.

Ihre Larven bekam ich dann im Spätsommer am 19.08. zu Gesicht und hielt sie zunächst für Zimtwanzenlarven. Natürlich hätte ich es bessser wissen können, denn dort im Wald habe ich noch nie Zimtwanzen gesehen. 2021 bin ich in Bezug auf die Wanzen ein großes Lernstück vorangekommen, einige Zusammenhänge haben sich mir erschlossen, die Fundgebiete in Fuß und Radnähe habe ich regelmäßig forschend besucht. Spaß hat das gemacht und zu einer ansehnlichen Jahresausbeute geführt. Von denen ich hoffentlich noch einige hier vorstellen werde.

Hoher Niedlichkeitsfaktor!

Es handelt sich offenbar um eine wärmeliebende Art, die noch recht neu hier im hohen Norden sein könnte.

Ein Gedanke zu “Rote Glubschaugen

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