Die Hörnlinge

Was letztes Jahr für mich die Geweihförmige Holzkeule war, scheinen dieses Jahr die Hörnlinge (Calocera) zu werden. Überall schießen sie aus dem Waldboden und dem Totholz hervor.  Und, was natürlich viel entscheidender ist, ich entdecke sie überall. 

Sind sie nicht schön? Diese kleinen Schönheiten sind in ihrem sichtbaren Anfangsstadium nur so um die 2 cm groß. Zum Glück hilft ihre zumeist kräftige orange Farbe, sie auf dem Waldboden oder am Wegesrand auf Stubben zu entdecken. Wie man sieht, ich kann mich gar nicht sattsehen an ihnen. 

Neben dem Klebrigen Hörnling (Calocera viscosa) und dem Gegabelten Hörnling (Calocera furcata), welche ich im Einzelfall (noch) nicht gut unterscheiden kann, gibt es noch den kleinen Laubholzhörnling (Calocera cornea). Ganz feine Fäden wachsen da aus totem Holz:

18 Gedanken zu “Die Hörnlinge

  1. Ja, sie sind sehr sehr schön. Und Dir sind sehr schöne Aufnahmen von ihnen gelungen. Denn sie sind – so finde ich jedenfalls – gar nicht so einfach zu fotografieren, oft wirken sie durch ihre extravagante Färbung irgenwie „künstlich“. Auf Deinen Fotos haben sie aber ihre natürliche Ausstrahlung.

    Gefällt 2 Personen

    • Dankeschön. Ich war auf der Suche nach kleinen Pilzen auf Zapfen, die ich wiederfinden wollte und entdeckte dann auf dem Waldboden sitzend immer mehr Hörnlinge. Es ist tatsächlich eine Herausforderung, ihre natürliche, zumeist sehr schöne Färbung, mit der Kamera richtig einzufangen. Das gelingt mir zumeist auch nur mit viel Ruhe, Stativ und bei jedem Hörnling einer eigenen Kameraeinstellung. Sie sind halt etwas Besonderes.

      Gefällt 2 Personen

      • Das ist für mich – unter anderem – so faszinierend an der Pilzwelt: je länger man den Waldboden betrachtet, umso mehr entdeckt man – wobei man anfangs oft dachte, da sei nicht viel finden. Das ist bei vielem so, aber bei Pilzen ganz besonders, finde ich.

        Gefällt 1 Person

      • Ja, das mag schon einen besonderen Reiz ausüben. Der Waldboden bietet ja eine besondere Tarnung und das Auge braucht erstmal eine Gewöhnung, um „scharf“ zu sehen. Jetzt wo ich noch mehr Ruhe habe und mich frei von äußerer Irritation einfach für eine Zeit auf den Waldboden setze oder einfach stehe und schaue, entdecke ich viel mehr als zuvor, wenn auch sicher immer noch nur einen kleinen Teil des Vorhandenen.

        Gefällt 1 Person

      • Kennst Du David Haskell’s „Das verborgene Leben des Waldes“? Er beobachtete ein Jahr lang einen Quadratmeter Wald(boden). Ich überlege hin und wieder, ob ich so etwas auch mal mache…

        Gefällt 1 Person

      • Das wäre schon sehr cool. Das Buch habe ich immer noch nicht gelesen. Steht aber auf einer Liste 🙂 Letztes Jahr hatte ich auch die Idee einer langfristigeren Beobachtung, mich hat aber noch keine Stelle so richtig angesprochen. Das fände ich sehr spannend, wenn du so ein Projekt ins Auge fasst. Aktuell wäre bei mir das Problem, dass ich zu wenig Ahnung habe, also zu wenig bestimmen könnte. Aber vielleicht ist es auch hier wie immer, einfach anfangen und lernen 🙂

        Gefällt 1 Person

      • Das denke ich auch. Einfach mal anfangen. Und wenn sich herausstellt, dass es nicht das „richtige“ ist, dann aufhören. Früher habe ich immer den Drang gehabt, etwas unbedingt zu Ende zu führen, wenn ich es angefangen habe. Da bin ich inzwischen ge“lassen“er – ich kann es auch wieder lassen… 🙂

        Gefällt 1 Person

      • Das ist gut. Es soll ja auch Spaß machen und nicht zur Pflicht werden. Zumindest ist das bei mir so. Ich muss aufpassen, dass ich mich nicht verzettelt. Weil ich einerseits immer alles gern wissen möchte, aber weder Zeit noch Nerven habe, wirklich hinter allem her zu bestimmen. Und es ist halt eine unglaubliche Menge, die ich nicht weiß 🙂 Natürlich ist das aber auch extrem schön. So viel Neues!

        Gefällt 1 Person

  2. Hach, die sind ja schön!! Fast wie die Korallen, aber dann dies hübsche orangegelb. Da hätte ich mich auch wieder nicht bremsen können. Jeder Fleck, wo sie ans Licht kommen, ist irgendwie besonders oder? Am nächsten trockenen Tag muß ich in den Wald und suchen 🙂 Die Chancen stehen jetzt ja gut, hihi.

    Gefällt 1 Person

    • Die Chancen stehen tatsächlich gut. Es scheint auch für sie ein sehr gutes Jahr zu sein/werden. Ich kann mich tatsächlich nicht sattsehen. Sie sind so vielfältig und dann wirkt wieder alles anders, je nachdem ob sie durchs Laub auf dem Waldboden kommen oder im Moos auf einem Stuben. Hach, ich finde sie wirklich entzückend.

      Gefällt 1 Person

      • So geht es mir auch. Ich denke dann, oh nein, du kannst doch nicht noch so ein Foto machen und zeigen, aber jede Situation ist anders und so hübsch. Vielleicht wirklich, weil sie mir so „persönlich“ erscheinen. Dann wächst einer da raus oder ragt unter einem Blatt hervor – alles so entzückend 🙂

        Liken

    • Danke! Vielleicht kommen sie noch. Auch hier schießen sie gerade erst aus Boden und Totholz. Korallenpilze haben wir ja auch im Deutschen, allerdings zählen die Hörnlinge nicht dazu. Das wusste ich letztes Jahr auch noch nicht. Ich bin ja erst auf dem Weg zu einem leichten Pilzverständnis 🙂

      Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s