Turnen mit der roten Samtmilbe

Die rote Samtmilbe (Trombidium holosericeum) suchte ich gestern ganz bewusst im Garten. Es musste an einigen Stellen, die jetzt aufgrund geänderter Gartennutzung nicht mehr genutzt werden, das Gartenvlies entfernt werden. Da hatte ich natürlich die Kamera samt Makro griffbereit.

Die rote Samtmilbe erkennt man an den breiten Schultern und die sieht man hier auf einigen Bildern recht gut. Sie lebt von Bodenorganismen und Insektenlarven. Seitdem ich letztes Jahr die ersten Exemplare auf dem Bauch liegend gesichtet habe, achte ich jetzt besonders auf sie. Ich finde sie in der Makrobetrachtung sehr faszinierend, wenn man bedenkt, dass sie nur zwischen 1-4 mm groß sind und selbst auf dem Bauch liegend, bei bewusstem Absuchen des Bodens nur kleinste rote Punkte zu erkennen sind.

Hm, wohl etwas zu groß für mich

… dachte die gelbe Wiesenameise über die Kugelassel.

gelb und schwarz

Die Rapsblüte begann dieses Jahr wie so einiges andere auch deutlich früher. So gehe ich schon seit vielen Tagen durch diese gelbe Pracht und das direkt vor der Haustür, denn in diesem Jahr wurden sehr viele Flächen innerhalb unseres Dorfes mit Raps bepflanzt. Der kleine schwarze Rapsglanzkäfer darf natürlich auch nicht fehlen.

kleine kunst(harz)werke

Eine Silberkiefer (Pinus sylvestris watereri), die mich mittlerweile seit 9 Jahren begleitet, wird mit laienhafter Begeisterung und einigem Erfolg im Kübel auf dem Balkon als Bonsai gepflegt. Während ich in dieser Woche an einem sonnigen Morgen so bei ihr saß, entdeckte ich diese zauberhaften kleinen Harzkugeln an ihr. Das Durchscheinen der Fensterjalousie lässt daraus kleine Kunstwerke entstehen.

Diese Kugeln und Tropfen sind nur wenige Millimeter groß. Wie so oft zeigt sich, dass es sich lohnt, in Ruhe und mit offenem Blick die Dinge zu betrachten.