Der wandelbare Badhamia

Badhamia –  das klingt exotisch.  Es handelt sich hierbei um einen Pilz, genauer gesagt um einen Schleimpilz und zwar einen recht wandelbaren.

Der Badhamia utricularis ist ein Schleimpilz, der es faustdick hinter den Ohren hat. Er kann recht unscheinbar sein und so entdeckt man eventuell irgendwo am Totholz nur einen kleinen gelben Fleck. Der mag vielleicht nur wenige Zentimeter im Durchmesser haben. Aber dann entwickelt er traubenartige Gebilde unten am Stamm, die  man nur entdeckt, wenn man sich intensiv danach auf die Suche begibt, denn sie verstecken sich gut:

Der eigentliche gelbe Schleimpilz, der die Borke oder das Totholz von Laub- und Nadelbäumen besiedelt, zeigt deutliche Verästelungen.

Mein letzter Kontrollgang vor Sturm „Sabine“ hatte keine äußere Veränderung gezeigt. Es wird wohl ein Projekt für dieses Jahr sein, unterschiedliche Stadien dieses Pilze noch besser beobachten und dokumentieren zu können. Aktuell und wohl auch noch in den kommenden Tagen ist es aus Sicherheitsgründen nicht angeraten, in den Wald zu gehen. Heute ist es bereits der 4. Tag in Folge, der Sturm, Regen, Hagel und Graupel mit sich bringt und wenn man die Wassermengen bedenkt, die da wirken, möchte ich nicht wissen, was die Bäume diese Tage durchmachen.

Die  blau bis blaugrauen Kapseln sind kugelig bis oval. Eine schöne und wirklich interessante Entdeckung dieses Winters. Lieben Dank an Almuth, die mit ihrem Beitrag über diesen besonderen Pilz und ihren Hinweis auf die Pilzfotografin Allison Pollack meinen Jagdtrieb wieder einmal entfacht hat und mich raus in den Wald schickte.

9 Gedanken zu “Der wandelbare Badhamia

  1. Super! Das gelb-schleimig-Verästelte habe ich auch schon gelegentlich gesehen, aber diese Gehängsel noch nie bewusst. Vielen Dank fürs Aufmerksam-Machen (einmal mehr)!

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  2. Das sind schöne Fotos geworden. Diese hängenden Trauben sind so cool. Deine Exemplare hängen hier besonders schön. Wie ein Wäldchen, das Kopf steht! Schade, daß wir sie nicht noch in gelb gesehen haben. Das muß auch irre aussehen. Ich habe jetzt noch mal einen an anderer Stelle entdeckt. Ein bißchen Suchen muß man schon finde ich. Immerhin wissen wir jetzt schon mal, wo wir gucken können.

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    • Das Stimmt. Deine Bilder finde ich um einiges gelungener, aber es scheint auch, als würden deine Trauben noch frischer sein 🙂 Deine Entdeckung ist einfach cool! Wenn ich mich hier wieder in die Wälder trauen kann, ich hoffe, das geht in ein paar Tagen wieder, dann will ich auch nochmal ein paar Ecken abgrasen.

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      • Etwas frischer waren sie vielleicht. Ich hatte außerdem etwas mehr Licht würde ich vermuten. Inzwischen ähneln sie deinen, sie schrumpeln ein wenig. Danach sollen sie weiß werden – bin gespannt. – Heute bin ich eine Fahrradstrecke durch den Wald gefahren und das ging problemlos. Ich glaube, wir hatten Glück. Am Wochenende soll es wohl wieder windig werden, seufz.

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      • Jetzt ist es hier wieder windig und regnerisch… Mal sehen, ob ich den weißen Zustand erwische. Bei meinem letzten Besuch waren die Trauben auf jeden Fall noch verschrumpelter und wären wirklich nicht mehr gut zu fotografieren gewesen.

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    • Schön, dass es auch für dich eine neue faszinierende Entdeckung ist. Man muss auch wirklich unter die Stämme schauen und aufgrund der Farbgebung stechen sie auch nicht wirklich aus dem Untergrund hervor.

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