Lebensgemeinschaft Eichenblatt

Schöner Zufallsfund am heutigen Nachmittag: Ein Gallapfel auf einem Eichenblatt nach dem Regen.

Die rundlichen Galläpfel kommen an der Unterseite von Eichenblättern vor und in ihr befindet sich die Larve der Eichengallwespe. Es handelt sich im übrigen um eine interessante Lebensgemeinschaft, wie ich eben noch vom Nabu lernen durfte. Die Gallen, wie diese Galläpfel, sind Veränderungen von Pflanzenteilen. Die Insekten zwingen in diesem Fall die Eiche dazu, diese „bauliche“ Veränderung vorzunehmen, d.h. die Eiche baut für die Wespe den Gallapfel, worin dann die Larve heranwächst. Das ist doch wieder mal der Wahnsinn!

Das habe ich heute das erste Mal bewusst gesehen, hätte es so oder so fotografiert, da es so ästhetisch aussah, aber nur dank meiner Begleitung wusste ich, dass es sich lohnt, nach Gall-irgendwas zu suchen 🙂 Danke dafür!

der herbst, der baum, der acker

Mein Lieblingsbaum im Herbst.

Dieser Baum ist einfach ein Anblick, der mich bei jedem Gang ums Dorf erfreut. Dass er noch da ist, dass er mit den wenigen anderen Bäumen auf diesem, für die hiesigen Verhältnisse riesigen Acker belassen wurde, macht ihn zu einem festen, dankbaren Ankerpunkt meines umherschweifenden Blickes.

waldboden miniaturwelten

Die dunkle Welt der Pilze

Schwarze Pilze! In einem Stapel in diesem Jahr gefällter Baumstämme entdeckte ich neben einer Vielzahl anderer Pilze diesen kleinen schwarzen Pilz. Es ist der Schmutzbecherling (Bulgaria inquinans), der eine interessante Entwicklung durchmacht. Der Pilz beginnt becherförmig (!) und wenn man sich die beiden folgenden Bilder anschaut versteht man ganz gut, warum er auch Lavabecherling genannt wird.

Dann ploppt er auf und wird immer breiter und flacher. Einige Schmutzbecherlinge sehen dann aus wie schöne Knöpfe, aufgereiht auf dem Stamm.

Zum Schluss wird er immer schwärzer, bis er fast gallertartig wird. Was ich dann nicht mehr aufgenommen habe, ich schreibe ja nicht für die Wissenschaft 🙂

Ein wirklich faszinierender kleiner Pilz, der dermaßen unscheinbar ist, dass man ihn kaum je wahrnimmt. Es ist wieder ein Pilz, der mir gezeigt hat, wie vielfältig diese Pilzwelt ist und das nicht nur aufgrund der Vielzahl, sondern auch und gerade wegen der enormen Wandlungsfähigkeit im Leben eines einzelnen Pilzes.

Schwarze Pilze sind übrigens noch etwas Besonderes für mich und es ist auch fotografisch eher eine Herausforderung. Viele frustrierende Versuche, bis einige ästhetische Fotos zustande kamen.

Rindenverzwirbelungen

An diesem Baum gehe ich seit Jahren fast täglich vorbei. Da er aber in einem Graben an der Straße steht, habe ich seine Rinde nie aus der Nähe betrachtet. Erst von Nahem betrachtet, entdecke ich all diese schönen Verzwirbelungen und Drehungen der Rinde.