Ausdrucksstarke Herbstfunde

Herbstspaziergänge bringen eine Vielzahl schöner Fotomotive mit sich, manche eine wiederkehrende Freude, andere seltener und schnell vergänglich. Eine erste Auswahl zeigt  ausdrucksstarke Motive, die mir in diesem und dem letzten Monat vor die Kamera geraten sind. Sei es die fantastische geweihförmige Holzkeule, seit diesem Jahr einer meiner absoluen Favoriten.

Das in Form und Farbe wunderschöne Blatt des Palmkohls im Freilichtmuseum am Kiekeberg an einem verregneten Novembertag.

Der vergehende Schopftintling wirkt fast ein wenig weihnachtlich dekoriert.

Die Farbenfreude der Herbstblätter kennt ja keine Grenzen und mein Blick geht seit vielen Tagen genau wie beim Fossiliensuchen immerzu gen Boden.

das kleine glück zu meinen füßen

Diese unglaubliche, sehr kleine, geradezu winzige Pilzsansammlung entdeckte ich zum Glück, bevor ich meinen Fuß aufsetzte.

Ist das nicht verrückt, was da zu unseren Füßen im wirklich Kleinen entsteht und vergeht, zumeist ungesehen? Diese winzigen Schwindlinge (es könnten Halsbandschwindlinge sein) wachsen aus einem herabgefallenen Blatt.

3 Grazien im Morgenlicht

Die 3 Grazien im Morgenlicht an einem der letzten schönen Herbsttage, bevor sie ihr Herbstkleid demnächst ganz abwerfen werden.

Sie stehen in Sichtweite von meinem Lieblingsbaum.

So schön kann es sein, wenn man es zwischen dem ersten und zweiten Kaffee mit der Kamera vor die Tür schafft, weil das Licht draußen so verlockend schön aussieht.

Ich bin sehr dankbar, dass man diese alten Bäume auf diesem riesigen Acker hat stehen lassen.

Der kleine Gelbe

In den letzten Wochen sind sie wieder aufgetaucht, die kleinen gelben Flecken links und rechts des Weges. Mein bisheriger Favorit in diesem Jahr ist dieses Prachtexemplar eines goldgelben Zitterlings (Tremella mesenterica). Sowohl seine Farbgebung als auch seine Form und wie er sich an diese Astgabel schmiegt … ein schönes kleines Ensemble.

Filigrane Emporkömmlinge

Nach dem Fund der Geweihförmigen Holzkeule war ich lange auf der Suche nach weiteren Pilzen aus der Gattung der „Keulen“. Da war mein Jagdtrieb erwacht!

Ohne es zu wissen, hatte ich bereits einen tollen, sehr unscheinbaren Vertreter dieser Gattung gefunden. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um die Binsenkeule (Macrotyphula filiformis)! Ein ganz zarter, dünner Pilz, der maximal  8-10 cm lang war. Wieder an der tollen Kupfermühle im Unterholz entdeckt, streckt er an einigen Stellen fast flächendeckend seinen zarten Körper in die Höhe.

Zunächst dachte ich übrigens, dass es sich um die röhrige Keule (Macrotyphula fistulosa) handelt. Die ist aber dicker im Umfang. Anders als die röhrige Keule, die auf Ästen wächst, wächst die Binsenkeule tatsächlich auf dem herabgefallenen Laub.