Stil, Anmut und Schönheit

Einer meiner absoluten Lieblinge seit diesem Frühjahr sind die Schachtelhalme. Diese Pflanze hat einfach Stil, Anmut und Schönheit! Jetzt haben wir am vergangenen Wochenende ein wunderschönes, großes Exemplar am Kupfermühlenteich entdeckt. Also, ich hätte es eigentlich übersehen…

Zunächst dachten wir natürlich, oh ein Acker-Schachtelhalm, dann kam die Recherche und es stellte sich raus, dass es sich genauso gut um einen Wald- oder Sumpf-Schachtelhalm handeln kann. Manchmal hilft die ganze Recherche nichts. Laut meinem Buch würde ich denken, es ist tatsächlich ein Acker-Schachtelhalm, im Internet tendiere ich ein klein wenig zu Wald-Schachtelhalm.

Was ich aber genau weiß, die Schachtelhalme habe ich in einer wüstenähnlichen Landschaft in den Dünen an der zeeländischen Nordseeküste für mich entdeckt. Was ein wundervoller, allmorgendlicher Anblick das war. Wenn ihr euch mal den Frühjahrsbeitrag anschauen wollt: La prêle de champs.

Diese Pflanze hat doch etwas Surreales. Das Beste zum Schluss: Die Schachtelhalme sind Vertreter einer uralten Pflanzengruppe, die es bereits vor mehr als 300 Millionen Jahren gegeben hat, damals allerdings wohl viel, viel größer als heute.

11 Gedanken zu “Stil, Anmut und Schönheit

  1. Das paßt ja wieder: ich liebe Schachtelhalme! Schon als Kind hat es mich fasziniert, daß es mal urzeitliche Bäume waren. Und diese Struktur hat auch was reizvolles. Diese letzten Fotos sind ja der Hammer! Die sehen aus wie „Spargelschachtelhalme“. Als könnte man sie gleich ernten 🙂 Tolle Gebilde. Ja, sie erinnern auch an Gebäude, an Türme! Wunderschön 🙂

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    • Ach, das gibt es doch nicht 🙂 Schön! Wie mit allem Natürlichen reift die Liebe bei mir noch nicht so lange, aber dafür war es ein sehr starker Beginn in diesem Frühjahr. Ich hatten damals auch gleich an etwas „Spargeliges“gedacht, auf jeden Fall war es eine irre kleine Landschaft. Es hat mich immer total irritiert, dass es ausser mir niemanden zu interessieren schien. Als ich jetzt lernte, dass es urzeitliche Pflanzen sind und wie du ja auch schreibst, urzeitliche Bäume, wie klein fühlt man sich da wieder in der Weltgeschichte. Ist wie mit den Pilzen, die ja auch irgendwie immer schon da waren. Ach ja… Und wie es ja immer so ist, ein wiederholter Spaziergang an gleicher Stelle führte natürlich zum Entdecken noch weiterer Exemplare. Aber wir waren uns einig, dass der fotografierte Schachtelhalm in diesem Fall auch wirklich das schönste Exemplar war.

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      • Schön, gleich wieder der plötzliche Vermehrungseffekt 🙂 Hier in Hannover bekomme ich den Schachtelhalm, also eine der kleinen Arten, öfter mal zu sehen. In meiner Jugend, weiter im Norden, fand ich ihn eher gar nicht. Ich weiß nicht, ob er es kalkiger mag? Muß mal gucken. Jetzt fällt mir gerade ein Naturwald aus der Nähe ein, wo ich glaubte, mal große Binsen gesehen zu haben. Jetzt frage ich mich gerade, ob es nicht Schachtelhalme gewesen sind. Leider ist die Strecke dorthin bei diesem Wetter nicht sonderlich einladend. Bin jetzt gerade richtig neugierig geworden! Du stößt da aber auch dauernd interessante Themen an 🙂 Danke!

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      • Sehr gern. Das freut mich aber wirklich, dass ich da bei dir den richtigen Nerv finde 🙂 Du inspirierst mich ja auch immer wieder, zum Glück. Ja, das Wetter ist aktuell wirklich gar nicht einladend. Ich warte mal ab, ob du es irgendwann in den Naturwald schaffst und davon berichtest. Ich bin jetzt auch nochmal zurück in den Wald, da ich was im Gedächtnis hatte und das nachprüfen wollte. Habe aber an der erwarteten Stelle nichts gefunden. Aber zum Glück findet man dann ja einfach was anderes. Plötzlicher Vermehrungseffekt ist schön und stimmt ja einfach auch …. Wie weit nördlich warst du denn eigentlich in deiner Jugend? So als echtes Nordlicht muss ich das ja fragen.

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      • Ich hab noch mal drüber nachgedacht, vielleicht waren es doch Binsen, aber ich kann es jetzt leider nicht nachprüfen. Ganz genau, man findet dann oft etwas anderes Interessantes. – So genau will ich es hier jetzt nicht sagen, aber Richtung Oldenburg (in Oldbg.) 🙂

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