Die Becher der Cladonia

Die Cladonia – was für ein schöner Name für eine Flechte.

Die Becherflechte lebt hier bei uns am Rande einer kleinen asphaltierten Straße auf einigen wenigen alten Holzpflöcken, welche die Auslaufflächen eines angrenzenden Ponyhofes begrenzen. Mir haben es fotografisch speziell die markanten, schon etwas reiferen Teile der Flechte angetan. Den jungen Hüpfern, welche sich oben auf dem Pflock gerade neu entwickeln, lasse ich noch etwas Zeit zum Reifen.

Ich beobachte diese Flechte jetzt schon seit letztem Jahr, fand aber erst jetzt die Ruhe und Muße, sie zu fotografieren. Manchmal verweile ich auch einfach nur kurz bei ihr und schaue mir ein paar Details an. Natürlich fasziniert sie mich auch wegen ihres spacigen Aussehens so.

Ich schaffe es nie bei idealen Lichtbedingungen, denn die Sonne kommt immer von der falschen Seite und über den Stacheldraht und durch den dahinter liegenden Stromzaun muss ich nun wirklich nicht klettern. Das musste ich einmal tun, als unsere noch sehr junge Hündin durch den Zaun gelaufen war, sich einen Stromschlag holte und drohte, vor Panik in den Wald zu laufen.

Hier noch zwei Bilder mit einem Überblick des größten Teils dieser Ansiedlung.

9 Gedanken zu “Die Becher der Cladonia

  1. Wunderschöne Fotos sind dir gelungen! Die Becherflechte gehört zu meinen Lieblingen. Eine der wenigen Ansammlungen, die ich hier in der Gegend kenne, wohnt auch auf so einem alten Holzpfosten. Das sieht besonders schön aus, die Becher mit diesem alten Holz! Immerhin hattest du Sonne zum Fotografieren 🙂 Diese „Becher“ haben wirklich was spaciges. Ob sie uns so gut gefallen, weil sie uns an etwas gegenständliches erinnern? Dazu noch dieser antike Anstrich. Vintage sozusagen 😉 Sehr sehr schön!

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    • Na ja, gegenständlich sind sie ja allemal oder? Aber es ist schon faszinierend, dass es soviel Becher unter den Pilzen und Flechten gibt. Ich sage nur Fleischrote Gallertbecher, haha, damit hast du mir schonmal eine Suche im Netz abgenommen. Ich muss mir gleich erstmal in Ruhe deinen Beitrag anschauen. Vintage finde ich übrigens sehr passend. Sie haben ja etwas altes, leicht abgerocktes. An dem Tag war es ganz wunderbar trüb und relativ dunkel, dann schwinge ich mich auf mein Fahrrad und fahre die kurze Strecke dahin und was passiert, die Sonne kommt völlig unerwartet durch und geht nicht wieder weg 😉 Aber irgendwann muss ja auch mal gut sein mit dem Fotografieren einzelner Motive. Schließlich wartet da draußen noch so viel mehr.

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      • Diese Becherflechte empfinde ich als besonders gegenständlich. Ob nun Becher oder kleine Trompeten. Da finde ich viele der anderen „Becherartigen“ nicht so deutlich. Sie gehören mit der Hirsch, nein, HOLZkeule (ich schreibs immer wieder!) zu meinen Lieblingen. – Immerhin kam die Sonne zur rechten Zeit und ja, es gibt noch viel viel mehr, was auf uns wartet 🙂

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    • Ach, das freut mich. Mir geht das ja ganz genau so, seitdem ich mich der Naturfotografie und Entdeckung der Natur in meinem Umfeld widme. Ständig entdecke ich etwas Neues, nehme dadurch die Natur ganz anders wahr und sehe viel mehr.

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